neustadt-glewe : Garant für leistungsstarke Wehren

Kreiswehrführer Uwe Pulss zeichnet Neustadt-Glewes Amtswehrführer Reinhard Sturm mit der Ehrennadel in Gold aus.
Kreiswehrführer Uwe Pulss zeichnet Neustadt-Glewes Amtswehrführer Reinhard Sturm mit der Ehrennadel in Gold aus.

Neustadt-Glewes Amtswehrführer Reinhard Sturm erhielt Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Ludwigslust-Parchim in Gold

svz.de von
06. Juni 2016, 07:00 Uhr

Er ist seit vielen Jahren aktives Mitglied in den Reihen der Feuerwehr und bereits seit der politischen Wende 1989 / 1990 Amtswehrführer im Amt Neustadt-Glewe: Amtsbrandmeister Reinhard Sturm. Erst unlängst war er erneut in dieses Amt gewählt worden (SVZ berichtete). Auf der Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes am Freitagabend nun wurde Reinhard Sturm mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Ludwigslust-Parchim in Gold geehrt.

Der heute 63-Jährige hat wesentlich zum Aufbau leistungsstarker Wehren beigetragen und dazu, dass auch die materiell-technische Basis auf hohem Niveau entwickelt werden konnte. Dabei hat er auch stets die kleinen Ortswehren im Blick gehabt – erinnert sei an die Förderung von Gerätehäusern in Brenz, in Neuhof oder in Hohewisch.

„Auch wenn die Demografie und die Mitgliederknappheit in den Feuerwehren das Ausrücken erschweren, so hat sich Sturm stets dafür eingesetzt, dass die Feuerwehren mehr im Verbund agieren und Alarmgemeinschaften bilden und so die Einsatzbereitschaft weiter gewährleisten können“, sagt beispielsweise der frühere Amtswehrführer des Amtes Ludwigslust-Land, Horst Stelzner, über Reinhard Sturm. Zusätzlich engagiert sich Reinhard Sturm im Kreisfeuerwehrverband als Kreissicherheitsbeauftragter, veranstaltet Schulungen und bildet sich auch selbst stets weiter, damit andere aus seinem Wissensschatz schöpfen können.

Die Versammlung selbst war am Freitagabend indes schneller als gedacht beendet. Grund: 152 Mitglieder des Kreisfeuerwehrverbandes waren zu ihrer Wahlversammlung ins Grabower Schützenhaus gekommen – zu wenig. Auf der Tagesordnung standen die Wahl zum ersten Stellvertreter des Verbandsvorsitzenden und stellvertretenden Kreiswehrführers sowie die Wahl zu einem weiteren Beisitzer. Doch mit 152 Mitgliedern waren nur 58,46 Prozent der eingeladenen 262 Delegierten erschienen, und somit war die Versammlung nicht beschlussfähig: Die Zweidrittelmehrheit war nicht erreicht.

Die Enttäuschung war dem Kreiswehrführer und Verbandsvorsitzenden, Uwe Pulss, deutlich anzumerken. „Die, die hier sind, tragen keine Schuld, aber die, die zu Hause geblieben sind, sollten sich überlegen, was sie dem Verband antun“, meinte Pulss, musste somit den Tagungsordnungspunkt 5 – Wahlen – streichen und nahm einige Ehrungen vor. Die einstigen Kreiswehrführer und Verbandsvorsitzenden des Altkreises Parchim – Dietmar Arendt – sowie des Altkreises Ludwigslust – Reinhold Tiede und Heiko Dübel – wurden zu Ehrenmitgliedern des Kreisfeuerwehrverbandes Ludwigslust-Parchim ernannt.

„Seit ich Kreiswehrführer bin, weiß ich, was die Kameraden Arendt, Tiede und Dübel geleistet haben. Es ist nicht einfach, Familie, Beruf und Ehrenamt unter einen Hut zu bringen“, meinte Pulss und dankte den Kameraden für ihr Engagement in ihren jeweiligen Verbänden, die sie auch unter Zurückstellung privater Interessen und gegen manchen Widerstand aus Verwaltung und Politik durchführten. Auch bei den Fusionsverhandlungen haben Arendt und Dübel für ihre jeweiligen Verbände gekämpft und versucht, das Beste für die Kameraden zu erreichen. „Die Ehrenmitgliedschaft erfolgt nicht auf Grund des Alters“, betonte der Kreiswehrführer.

Auch zum Erstaunen des Personals des Grabower Schützenhauses, das die gastronomische Versorgung an diesem Abend übernommen hatte, war die Versammlung dann nach nur 30 Minuten beendet.


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