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Sturm "Egon" in Ludwigslust : Ganze Region im Flockenwirbel

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

28 Glätteunfälle in zwei Stunden / Mehrere Lkw vom Glatteis ausgebremst / Verkehr umgeleitet / Meist kurzzeitige Stromausfälle

von
erstellt am 13.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Trotz des gestrigen außergewöhnlich starken Schneefalls und der daraus folgenden teils chaotischen Verkehrsverhältnisse zieht die Polizei ein positives Fazit. Unfälle liefen glimpflich ab, es blieb bei Blechschäden. Klaus Wiechmann, Sprecher der Polizeiinspektion, am Freitagmittag: „Die überwiegende Mehrheit der Kraftfahrer ist offensichtlich nur langsam unterwegs gewesen und hat sich auf die glatten Straßen eingestellt. Im Laufe des Vormittags appellierten die Beamten immer wieder zur vorausschauenden und vorsichtigen Fahrweise. Die meisten Kraftfahrer hatten sich darauf eingestellt, mehr Zeit für den Weg zur Arbeit zu benötigen.

Trotzdem: Auf den Straßen des Landkreises ereigneten sich gestern Morgen zwischen 7 und 9 Uhr insgesamt 28 Glätteunfälle. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Schwerpunkt war der westliche Teil des Landkreises. Der Polizei wurden Unfälle unter anderem auf der B 195 bei Greven, auf der B 321 bei Slate und auf der B 191 bei Spornitz gemeldet. Aber auch bei Lübtheen, Wittenburg und zwischen Crivitz und Brüel kamen Autos auf schneebedeckten bzw. rutschigen Straßen jeweils von der Fahrbahn ab. Ein Laster behinderte an einer Steigung auf der B 104 in Brahlstorf den Verkehr. Auch auf den Autobahnen 24 und 14 ging es zeitweise nur mühsam voran.

Gegen 6 Uhr rutschte ein Pkw auf der B 191 zwischen Malliß und Malk Göhren in einen Graben. Gegen 7 Uhr fiel ein Baum auf die Verbindungsstraße zwischen Milow und Krinitz. Die Feuerwehr musste das Hindernis beseitigen. Im Tunnel Prislicher Straße in Grabow stellte sich ein Lkw quer und behinderte den Verkehr. In Grebs kam ein Autofahrer von der Straße ab und rutschte gegen ein Stallgebäude. Gegen 7.45 Uhr ging am Kreisel B 5/B 191 nichts mehr. Mehrere LKW kamen eine kleine Steigung nicht hoch und blieben liegen. Die Polizei leitete den Verkehr zeitweise bereits ab Karstädt um.

Ein Autofahrer in Groß Laasch muss allerdings noch mit weiter reichenden Konsequenzen rechnen. Gegen ihn wird nämlich ermittelt, wie Polizeisprecher Wiechmann bestätigt. Nachdem er einen Leitpfosten und einen Zaun beschädigt hatte, verließ er einfach den Unfallort – rechtswidrig.

Laascher Einwohner bekamen einen gehörigen Schreck, als gegen 8 Uhr plötzlich ein Blitz zu sehen und ein Knall zu hören war. Ein Baum war unter seiner Schneelast umgeknickt und auf eine Stromleitung gefallen.

Die Mitarbeiter des Energieversorger Wemag hatten insgesamt alle Hände voll zu tun. Störungen in der Mittel- und Niederspannungsebene (20 kV/0,4 kV) waren zu verzeichnen. „Die Reparaturarbeiten gestalten sich zum Teil schwierig. Unsere Spezialisten in den Netzdienststellen sind zusammen mit den Fachfirmen in der Region zur Beseitigung der Schäden im Einsatz“, so Michael Enigk von der Wemag. Der überwiegende Teil der Kunden habe zeitnah wieder versorgt werden können.


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