Ludwigslust : Ganz viel rote Post im Rathaus

Zwei Briefumschläge erhalten die Briefwähler. Der graue Briefumschlag mit den Stimmzetteln muss zugeklebt sein und in dem roten Umschlag stecken. Ist das nicht der Fall, sind die Stimmen ungültig.
Foto:
Zwei Briefumschläge erhalten die Briefwähler. Der graue Briefumschlag mit den Stimmzetteln muss zugeklebt sein und in dem roten Umschlag stecken. Ist das nicht der Fall, sind die Stimmen ungültig.

Briefwahl in vollem Gang: Bis gestern hatten in Ludwigslust 1153 Wähler die vorzeitige Abstimmung beantragt

von
24. August 2016, 08:41 Uhr

Die Landtagswahlen sind schon in vollem Gange. Zumindest auf dem Postweg. Täglich trudeln im Ludwigsluster Rathaus etliche rote Briefe ein. „Bis gestern waren bei der Stadtverwaltung 1153 Briefwahlunterlagen beantragt worden“, sagt Angela Kretzschmar, Fachbereichsleiterin Personal und Zentrale Dienste. Auch dieses Jahr rechnet sie wieder mit mehr als 1200 Briefwählern in Ludwigslust. Das sind gut zehn Prozent der insgesamt 9807 Wahlberechtigten.

Seit März stecken Angela Kretzschmar und ihr Team in den Vorbereitungen für den 4. September. „Bereits im Frühjahr schreiben wir alle möglichen Helfer an und fragen, ob es zeitlich passt.“ Erst wenn sie zusagen, kann sie ihnen die Berufungsschreiben zusenden, in denen die Helfer auf ihre Unparteilichkeit und Verschwiegenheit hingewiesen werden. Dieses Jahr sei es besonders schwer gewesen, die 17 Wahlvorstände (darunter zwei Briefwahlvorstände) personell ausreichend zu besetzen. „Der Termin liegt einfach ungünstig“, so Angela Kretzschmar. „Es sind noch Ferien. Nicht wenige mussten absagen, weil sie noch im Urlaub oder gerade auf der Rückreise sind.“ Deshalb seien auch dieses Jahr besonders viele Verwaltungsmitarbeiter in den Wahlvorständen. 128 Beisitzer und Wahlhelfer werden am 4. September in 15 Wahllokalen und den zwei Briefwahlräumen im Rathaus im Einsatz sein. Die jeweils acht Helfer der beiden Briefwahlvorstände beginnen bereits am Wahlsonntag um 15 Uhr mit dem Öffnen der ersten Umschläge. Geöffnet werden allerdings nur die roten Umschläge, damit die eigentlichen Wahlumschläge vor der Auszählung schon den Bezirken zugeordnet sind. Briefwähler können noch bis Freitag 12 Uhr vor Ort ihre Unterlagen persönlich beantragen. Wer sicher gehen will, dass sie noch rechtzeitig ankommen, sollte sie dann aber persönlich in den Briefkasten am Rathaus werfen.

Im Rathaus ist auch der Wahlraum des ersten Wahlbezirks. Wilfried Romberg gehört hier zum festen Team der Wahlhelfer. „Wir haben uns 1989 dafür eingesetzt, dass es freie Wahlen gibt“, sagt er. „Da ist es für mich selbstverständlich zu helfen – wenn ich nicht gerade selbst als Stadtvertreter kandidiere.“ Auch Fleischer Bernd Schröder meldet sich jedes Mal freiwillig für die Mitarbeit im Wahlvorstand. Als stellvertretender Wahlvorsteher muss er dieses Jahr eine Woche vor der Wahl zur Schulung ins Rathaus. „Es macht mir einfach Spaß zu helfen“, sagt er. „Außerdem trifft man dabei immer wieder auf interessante Leute.“ Für Angela Kretzschmar ist das ein großes Dankeschön wert: „Ohne die lang bewährten Helfer und unsere städtischen Mitarbeiter hätten wir die Wahlvorstände nicht besetzen können.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen