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ludwigslust : Fußboden im Stil des Versailler Tafelparketts

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Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Saniertes Parkett im Jagdsaal des Barockschlosses Ludwigslust vor der Fertigstellung/ In den nächsten Tagen wird das Schlosscafé wieder eingeräumt

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erstellt am 25.Feb.2015 | 07:00 Uhr

„Vorsicht Betreten verboten! Feuergefährliche Arbeiten!“ steht an der Eingangstür zum Schlosscafé. Das befindet sich im Jagdsaal des Schlosses Ludwigslust und im Inneren ist das Summen einer Poliermaschine zu hören. Mitarbeiter der Berliner Firma Akanthus sind beim Wachsen des Fußbodens, der in den vergangenen Wochen saniert wurde. „Der Fußboden ist eine vereinfachte Ausführung in Anlehnung an das Versailler Tafelparkett“, erklärte gestern Nachmittag der leitende Restaurator Eberhard Roller, der mit seinem Team von Holzrestauratoren noch in den nächsten beiden Wochen hier im Barockschloss zu tun haben wird.

Der Jagdsaal selbst ist im Jahr 2004 komplett überarbeitet worden. Auch die Küche sei damals saniert worden. „Nun, nach gut zehn Jahren, wies der Fußboden im Jagdsaal doch erhebliche Abnutzungserscheinungen auf und die Parketttafeln, die aus Tannen- und Kiefernholz bestehen, mussten erneuert werden“, ergänzt Schlossleiter Peter Krohn. „Beim Parkettfußboden handelt es sich aber um Renovierungsarbeiten“, so Steffi Dahl vom Betrieb für Bau und Liegenschaften des Landes (BBL). „Es ist eine reine Bauunterhaltungsmaßnahme, die seit Anfang des Jahres lief. Ab kommenden Dienstag wird das Café im Jagdsaal wieder in Betrieb genommen“, ergänzt Projektleiterin Steffi Dahl.

Was die Arbeiten im Rahmen der Sanierung im Schloss betrifft, so befinden sich die Handwerker auf der Zielgeraden, weiß Birgit Dahl zu berichten. „Im 1. und 2. Obergeschoss, wo die neue Ausstellung des Staatlichen Museums Platz finden wird, sind wir mit den Sanierungsarbeiten soweit fertig. Die letzten jetzt noch anfallenden Leistungen übernehmen die Vergolder, die die Rahmen verschönern, die Elektriker sind ebenso am Werk und die Restauratoren, die Einpflegearbeiten an den Fußböden übernehmen. Des weiteren laufen die Spiegel- und die Spiegelrahmenmontage und die Installation der Wandleuchter“, so Steffi Dahl vom BBL. Die textilen Wandbespannungen sind angebracht, die Rekonstruktionsarbeiten für die Handdrucktapeten sind noch im Gange. „Im Juni sollen die Maßnahmen endgültig abgeschlossen sein. Dann läuft auch die Förderperiode der Europäischen Union für die Mittel aus dem ELER-Fonds aus“, erklärt Steffi Dahl. Ab Herbst dieses Jahres beginnt die neue Förderperiode.

Im Jahre 2010 begann unter Regie des BBL mit Sitz in Schwerin die aufwendige Restaurierung des Ludwigsluster Barockschlosses. Bislang sind in diesen ersten Realisierungsabschnitt, der 2015 endet, rund 13 Millionen Euro geflossen.

Mit der Übernahme der restaurierten Räume durch das Schlossmuseum im Juni dieses Jahres werden dann bis Frühjahr 2016 in 18 Räumen Exponate der Sammeltätigkeit der mecklenburgischen Herzöge und zum höfischen Wohnen zu sehen sein. „Da reicht die Palette von Uhren über Porzellan und Elfenbein bis hin zu Gemälden“, warf Peter Krohn schon mal einen Blick voraus.

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