Göhlen/Kummer : Fußballschiedsrichter mit zwölf Jahren

Der 12-jährige Ben Tiede ist Fußballschiedsrichter.
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Der 12-jährige Ben Tiede ist Fußballschiedsrichter.

Ben Tiede aus Göhlen jagt seit fünf Jahren begeistert dem runden Leder hinterher

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04. April 2017, 07:00 Uhr

Ein Spieler liegt am Boden und spielt trotzdem den Ball – was bedeutet das für den Schiedsrichter? Das sei für ihn die kniffligste Frage in der Prüfung gewesen, erinnert sich Ben Tiede.

Der 12-jährige Göhlener ist der jüngste Fußballschiedsrichter in seinem Verein, der LSV Germania Kummer. Auch sonst ist die Zahl der Referees in diesem Alter im Land absolut überschaubar, bestätigt der Landesfußballverband auf SVZ-Nachfrage.

Fußball ist Bens Leidenschaft. Seit fünf Jahren jagt er begeistert dem runden Leder hinterher. Ob es im nächsten Jahr weitergeht mit dem Spielbetrieb, liegt noch im Ungewissen. Ben spielt aktuell in der D- und auch in der C-Jugend. Er möchte unbedingt dem Fußball treu bleiben und hat sich deshalb für den Schiedsrichter entschieden.

Um weiterhin am Spielbetrieb teilnehmen zu können, haben sich die Kummeraner Fußballer schon seit einiger Zeit mit denen der LSV Schwarz-Weiß Eldena zusammengeschlossen, erinnert Bens Papa Frank Tiede, der in der LSV Germania für die Abteilung Fußball zuständig ist. Als SG Eldena/Kummer absolvieren die Kicker seitdem den Punktspielbetrieb – mit Ausnahme der Landesligafußballer und der Alten Herren. Da firmieren die Eldenaer unter ihrem eigenen Namen.

Ben, der in die siebte Klasse des Goethe-Gymnasiums Ludwigslust geht, darf als Schiedsrichter in der D- und in der C-Jugend eingesetzt werden. Im Moment soll er sich erst noch mehr Erfahrung aneignen und übt deshalb in Eldena. Trotzdem nimmt der Göhlener aber weiter am Punktspielbetrieb teil.

Die Schiedsrichterausbildung fand übrigens viermal am Wochenende statt und schloss am Ende mit der Prüfung ab. Und was ist nun, wenn der Spieler am Boden liegt und den Ball spielt? „Der Schiedsrichter lässt das Spiel weiterlaufen“, sagt Ben. So sagt es die Regel.

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