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Ludwigsluster Tageblatt

22. November 2017 | 00:25 Uhr

ludwigslust : Funkelnde Schätze im Hinterhof

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Jörg Thomas sammelt Edelsteine und malt sie für Kunden in der ganzen Welt / Wer ihn besuchen will – Hof und Atelier stehen für alle offen

Hereinspaziert in die Schatzkammer der Natur: Wer Jörg Thomas in seiner Kunststube in der Schlossstraße an einem sonnigen Tag besucht, ist umgeben von funkelnden Edelsteinen. Unzählige Mineralsteine hat der gebürtige Brandenburger in seinem Leben aus Steinbrüchen und Höhlen zusammengetragen. Zu Hause in Ludwigslust werden sie bearbeitet, geschliffen und am Ende im Atelier von Jörg Thomas gezeichnet. Seine Bilder sind inzwischen bei Edelsteinsammlern in der ganzen Welt gefragt. Erstmals in diesem Sommer öffnen Thomas und seine Frau Andrée Roth ihren Hinterhof nicht nur für interessierte Gäste. Auch Künstler aus der Region können hier ausstellen. Die SVZ-Fragen zum Wochenende beantwortete der 67-Jährige gestern Redakteurin Katharina Hennes.

Wenn Sie Bürgermeister von Ludwigslust wären, dann....?
... würde ich mehr den persönlichen Kontakt zu den Menschen in der Stadt suchen. Ich lebe mit meiner Frau Andrée nun schon seit zwei Jahren in der Stadt. An sonnigen Wochenenden öffnen wir unseren Hinterhof. Jeder kann uns beim Arbeiten zuschauen oder auch selbst mal Diamanten schleifen. Wäre doch toll, wenn da auch mal der Bürgermeister vorbeischauen würde.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Bei der Arbeit in meinem Atelier oder auf Messen und Mineralienbörsen in Hamburg, Amsterdam, Luxemburg, Frankreich oder im Schwarzwald.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Wir haben auf dem Acker bei Wansdorf im Havelland Kartoffeln, Kartoffelkäfer und Larven gesammelt. Morgens kam der Bauer zu uns raus, brachte Frühstück und die Decke fürs Picknick. Das war ne schöne Zeit damals.
Und wofür haben Sie das erste Geld ausgegeben?
Für Hefte der Reihe „Dig, Dag und Digedag“ von Hannes Hegen. Ich hatte als Junge damals alle Bände.
Was würden Sie gerne können?
Nichts mehr. Ich bin unend-lich glücklich mit dem, was ich kann. Wenn einem das, was man tut, Spaß macht und man damit noch Erfolg hat, dann ist alles gut.
Was stört Sie an anderen?
Unpünktlichkeit und Unehrlichkeit. Es stört mich, wenn jemand sein Wort nicht hält.
Was Unvernünftiges haben Sie zuletzt getan?

Ich habe versucht, einen heißgelaufenen Bohrer mit den Fingern aus dem Stein zu ziehen. Jetzt ist der Daumen dick und ich kann nicht malen.
Was bedeutet Ihnen Glück?

Dass jeder für sein eigenes Glück verantwortlich ist.
Worauf könnten Sie nie verzichten?

Auf meine Malerei
Welches Buch lesen Sie gerade?
Gar keines. Wenn ich lese, dann Fachzeitschriften zu Mineralien.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Die Schatzsucher – Goldrausch in Alaska. Die Serie läuft auf DMAX immer sonntags um 20.15 Uhr.
Wen würden Sie gerne mal treffen?

Den amerikanischen Fotografen Jeff Scovil. Ich bin ihm schon ein paar Mal auf Messen begegnet. Aber da bleibt ja nie viel Zeit zum ausführlichen Gespräch. Mit ihm ganz in Ruhe zu reden, hier bei uns zwischen all den glitzernden Mineralien – das wäre toll.
Wenn Sie nicht selbst kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch?
Ich esse gern deftig deutsche Küche. Und das am liebsten bei Jens in der Alten Feuerwache in Ludwigslust. Sein Wildgulasch, sein Rotkohl, seine Sülze... hm... alles lecker. Jens backt für uns auch den Blechkuchen an den Wochenenden, wenn wir unsere Kunststube öffnen.

Verraten Sie uns etwas, was kaum einer von Ihnen weiß?
Ich habe keine Geheimnisse.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Mit Liedern von den Beatles und den Bee Gees. Wenn ich die heute beim Frühstück im Radio höre, geht mein Herz auf.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Meine Lebensgefährtin Andrée Roth ist das schönste Geschenk, das mir je widerfahren ist. Es ist wunderbar, einen Partner zu finden, mit dem man seine Interessen teilen kann.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich lebe meinen Traum. Der einzige Wunsch: gesund bleiben, damit ich weiter so leben kann.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Dem Bürgermeister von Ludwigslust, Reinhard Mach.

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