Ludwigslust : FuN-Projekt bereitet Eltern und Kindern viel Freude

Eine knifflige Aufgabe war es beim Projekt FuN-Familie für Eltern wie Kinder gleichermaßen, so viele Bausteine wie möglich auf den ausgeklappten Zollstock zu platzieren.
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Eine knifflige Aufgabe war es beim Projekt FuN-Familie für Eltern wie Kinder gleichermaßen, so viele Bausteine wie möglich auf den ausgeklappten Zollstock zu platzieren.

Sechs Familien trafen sich zu acht Kursen in Förderschule/ Gemeinsam spielen, lachen, reden und glücklich sein

svz.de von
20. Dezember 2013, 07:00 Uhr

Fingerspitzengefühl und Konzentration sind gefragt, damit die Kinder die ihnen gestellte Aufgabe spielerisch lösen. Die Erwachsenen haben einen Zollstock auseinandergeklappt und die Mädchen und Jungen in der Runde müssen versuchen, so viele Bausteine wie möglich auf den Zollstock zu stapeln, ohne dass sie herunterfallen.

Keine leichte Aufgabe, aber hier geht es nicht darum, wer der Beste ist, sondern dass alle Spaß haben an der Sache – Eltern wie Kinder gemeinsam. Sie alle, die sich am Mittwochnachmittag in den Räumen der Förderschule Ludwigslust treffen, gehören zur FuN-Familie. Worum geht es bei diesem Projekt, das in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus Zebef Ludwigslust, dem Kinderschutzbund und der Schulsozialarbeit und der Hilfe zur Erziehung, in diesem Jahr erstmals stattgefunden hat? „Fun“ ist das englische Wort für Spaß. Deswegen trägt die FuN-Familie diesen Namen. „Es ist ein Programm, das Eltern viel Freude macht und das konnten wir auch in den zurückliegenden Wochen sehr gut beobachten“, sagte Angelika Ebert, AWO-Schulsozialarbeiterin in der Förderschule Ludwigslust und Vorstandsmitglied des Deutschen Kinderschutzbundes, Kreisverband Ludwigslust e.V., im Gespräch mit der SVZ. Eigentlich ist FuN aber die Abkürzung für Familie und Nachbarschaft. „Familie und Nachbarschaft sind zusammen stark und füreinander da. Das sind wir auch“, ergänzt die Schulsozialarbeiterin.


Begrüßungsritual, Spiele und Elternzeit


Zum FuN-Trainerteam gehören neben Angelika Ebert auch Jana Pagel vom Zebef, die dort im Bereich Familien- und Umweltbildung tätig ist, und Familientherapeutin Sigrid Kotterba.

Achtmal waren jeweils an einem Nachmittag sechs Familien in der Förderschule Ludwigslust zusammengekommen, um für drei Stunden in geselliger Runde mit den FuN-Trainerinnen, die am Ende ihrer Ausbildung ein Zertifikat erhielten, eine intensive Zeit miteinander zu verbringen.

„Wir haben da eine feste Struktur. Nach der Begrüßung mit Auflockerungsübungen gibt es verschiedene Varianten der Gestaltung dieses Nachmittags, von Spielen bis hin zum gemeinsamen Essen“, sagte Jana Pagel. Zum Programm gehört auch eine extra Elternzeit, wo sich die erwachsenen Teilnehmer austauschen können, während ihre Kinder sich selbst beschäftigen.

„Das Besondere an FuN ist halt das miteinander Spielen, Lachen, Reden, miteinander Glücklichsein“, umreißt Sigrid Kotterba den Grundgedanken dieses interessanten Familienprojekts. Drei Stunden sind zwar eine lange Zeit, doch sie vergehen für die teilnehmenden Familien immer wie im Flug. „Ich finde dieses Angebot sehr gut, vor allem, dass wir uns mit den Kindern zusammen beschäftigen können“, sagt Nadine Mengdehl, die mit ihrem Sohn Justin-Thomas (10 Jahre) hier ist. Ihr gefällt es, mit den Kindern Spiele zu machen, aber auch der intensive Austausch mit den anderen Eltern und dass man auch darüber hinaus in Kontakt bleiben möchte, ist ein persönlicher Gewinn für sie. „Ich würde bei dem FuN-Projekt immer wieder mitmachen“, äußert sich Nadine Mengdehl. Ähnlich sieht das auch Helga Kiehn, eine Mutter von drei Kindern. Zum FuN-Projekt hat sie ihre beiden Jungs Felix (5) und Leon (10) mitgenommen. „Die verschiedenen Phasen der einzelnen Kurse haben mir sehr gefallen. Das Besondere für mich, zugleich auch ungewohnt, war die Elternzeit. Das war für mich etwas ganz Neues, sich mal als Erwachsene miteinander austauschen zu können. Ich würde bei diesem Kurs, wenn die Möglichkeit bestehen würde, auch ein zweites Mal wieder mit dabei sein. Felix fragt auch schon immer nach, wann es denn wieder soweit sei mit dem nächsten Nachmittag.“

Die Kinder, die zur Förderschule gehen, tragen das Projekt auch mit in ihre Klassen hinein und erzählen davon. „Wenn es sich herumspricht, wie viel Spaß diese Nachmittage Eltern und Kindern bringen, ist das doch eine gute Sache“, so Angelika Ebert.

Wer Interesse hat, vielleicht selbst einmal an diesem Projekt teilzunehmen zu wollen, kann sich bei ihr unter Tel. 03874 666809 melden und sich nähere Informationen einholen.

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