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Karenz : Für und Wider geplante Hähnchenmastanlage

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Öffentliche Erörterung von Einwendungen gegen Karenzer Baupläne auf Veranstaltung des Staatlichen Amts

von
erstellt am 22.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Für und Wider einer geplanten Hähnchenmast- und Biogasanlage zwischen Karenz und Bresegard bei Eldena stand auf der Tagesordnung der öffentlichen Erörterung von Einwendungen gegen das Vorhaben. Geladen hatte das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg (Stalu) in das Informations- und Begegnungszentrum am Alten Postweg in Neu Kaliß.

Die Firma WPK GmbH & Co. KG, hinter der unter anderem der frühere Karenzer Bürgermeister und ortsansässige Landwirt Wilfried Pagung steht, plant die Errichtung und den Betrieb einer Anlage zum Halten von Mastgeflügel mit 160 000 Mastplätzen sowie eine Biogasanlage.

Als Sachverständige auf der Antragstellerseite war die „Sachverständige für Immissionsschutz“ GmbH aus Berlin aufgeboten. Deren Projektmanager Patrick Gerlach: „Es entstehen vier Ställe mit einer Kapazität von je 40 000 Tieren. An jedem Stall werden zwei Futtersilos angebaut. Die Anlage befindet sich 550 Meter von der letzten Bebauung in Karenz und 700 Meter von der letzten Bebauung in Bresegard bei Eldena entfernt.“

Die Unterlagen zu dem Projekt waren vom 21. November bis 20. Dezember vorigen Jahres nicht nur im Stalu Schwerin, sondern auch in den Ämtern Dömitz-Malliß und Ludwigslust-Land ausgelegt gewesen. Bis zum 3. Januar dieses Jahres konnten Einwände gegen das Vorhaben vorgebracht werden.

Es waren fünf Einwendungen, die zur Sprache kamen. Dazu nahm Andreas Suhrbier Stellung. Er ist unter anderem ehrenamtlicher erster stellvertretender Bürgermeister in Bresegard bei Eldena. Hauptkritikpunkte: nicht ausreichende Lagermöglichkeiten für Gärreste, Geruchsbelästigung, mögliche schädliche Auswirkungen auf die Umwelt, für die anfallenden Schwerlastfahrten nicht ausgelegte Straßen und Beeinträchtigung eines gerade angelegten Biotops.

Auf der einen Seite des Saales hatten die Behördenvertreter vom Stalu nebst Gutachterin Platz genommen, auf der anderen die Vertreter der Antragstellerseite. Nach 36 Minuten war die Veranstaltung beendet, da alle Einwände erörtert waren.

Henning Remus vom Stalu, der als Leiter der Veranstaltung fungierte, betonte: „Mit der heutigen Erörterung ist noch keine Entscheidung über die Genehmigung des Vorhabens verbunden.“ So soll noch eine Stellungnahme vom Landkreis zu den Straßenverhältnissen eingeholt werden.

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