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Neustadt-Glewe : Für diese Brücke muss eine Lösung her

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bauwerk über den Brenzer Kanal zwischen Neustadt-Glewe und Wabel muss eventuell gesperrt werden / Politiker erwarten für Neubau Unterstützung vom Land

von
erstellt am 24.Mai.2014 | 11:56 Uhr

Vier Männer treffen sich auf einer Brücke über den Brenzer Kanal bei Neustadt-Glewe: Arne Kröger, Bürgermeister Neustadt-Glewes, Hans-Dieter Schult, Bürgermeister von Blievenstorf, Hans-Jürgen Stier, stellvertretender Bürgermeister von Muchow, und Christian Rosenkranz, Chef des Neustädter Gewerbevereins. Alle vier Männer bewegt an diesem Vormittag ein Problem: Wie lange hält die Brücke noch?

Eine berechtigte Frage. Es geht um die uralte Brücke, über welche die Gemeindestraße von Neustadt-Glewe über Wabel nach Muchow führt. Die „Brücke Nr. 66“, so auf Behördenkarten verzeichnet, ist total marode. Deshalb ist die Höchstgeschwindigkeit auf 10 Km / h, die Tonnage auf maximal 15 Tonnen festgelegt. Verrottete Holzbohlen, aus denen Nägelköpfe stoßen, verschlissene Widerlager, auseinander brechende Pfeiler. Für die Männer steht fest: Die Brücke muss schleunigst erneuert werden. Und genau hier liegt das Problem.

Weil das „Bauwerk“ auf Blievenstorfer Gebiet liegt, ist die Gemeinde auch für die Erhaltung zuständig. Angesichts klammer Kassen dort aber unmöglich. Eine neue Brücke würde rund 220 000 Euro kosten. Damit nicht getan. Die nächste Brücke in Wabel sieht nicht viel besser aus: Ein Ersatz dürfte auch hier erforderlich sein. Und schließlich müsste die gesamte Straße zwischen Neustadt und Muchow saniert werden. Hans-Dieter Schult: „Hier ist seit rund 40 Jahren nicht wirklich etwas gemacht worden.“

Zurück zur „Brücke Nr. 66“. Ihr Zustand wurde bereits von einem Ingenieurbüro geprüft. Das Ergebnis liegt voraussichtlich Anfang kommender Woche vor. Bürgermeister Kröger: „Es geht darum, ob die Brücke gesperrt oder die Tonnagebegrenzung weiter herabgesetzt wird. Es wird eine zeitnahe Entscheidung geben.“

Eine völlige Sperrung würde die Wegstrecken zwischen Neustadt, Wabel und Muchow zum Teil erheblich verlängern. Hans-Jürgen Stier: „Davon wären neben dem Gewerbeverkehr beispielsweise auch Radwanderer betroffen. Ganz zu schweigen von Muchowern, die nach Neustadt zum Einkauf wollen.“

Letztlich sind sich alle vier Männer einig, dass mit der Brücke etwas passieren muss. „Der Neubau beider Brücken und die Reparatur der Straße mit einem 4,50 Meter breiten Belag kostet knapp drei Millionen Euro“, rechnete Christian Rosenkranz aus, der als Vorsitzender der CDU-Fraktion, wie auch Bürgermeister Arne Kröger, bereits Tage zuvor auf der Stadtvertretersitzung mit dem Thema zu tun hatte.

Die vier Männer sind sich an diesem Vormittag einig, dass hier ganz schnell eine Lösung gefunden werden muss. Hinsichtlich der Kosten, auch darin herrscht Einigkeit, muss das Land auf jeden Fall mit Fördermitteln helfen. „Wir würden das sehr begrüßen“, meint Rosenkranz.

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