Stadtradeln : Für das Klima aufs Fahrrad

Lars Warnke (Feuerwehr), Wulf-Peter Bosecke, Henrik Wegner und Karl-Heinz Winkelmann sind startklar für die Ludwigsluster Stadtradel-Premiere.
Lars Warnke (Feuerwehr), Wulf-Peter Bosecke, Henrik Wegner und Karl-Heinz Winkelmann sind startklar für die Ludwigsluster Stadtradel-Premiere.

Ludwigslust zum ersten Mal beim Stadtradeln dabei / Ab 31. August drei Wochen lang Kilometer machen

neumann_neu.jpg von
19. August 2015, 07:00 Uhr

Für September hat sich Wulf-Peter Bosecke einiges vorgenommen. Der Geschäftsführer der Stadtwerke Ludwigslust-Grabow will jeden Tag mit dem Fahrrad und reiner Muskelkraft zur Arbeit kommen. Macht 38 Kilometer hin und 38 Kilometer zurück. So will er für die Stadt Ludwigslust, die zum ersten Mal beim bundesweiten Wettbewerb „Stadtradeln“ mitmacht, kräftig Kilometer sammeln.

Das Stadtradeln ist eine Aktion des Klimabündnisses, eines kommunalen Netzwerkes für den Klimaschutz. Ziel ist es, die Bürger zum klimafreundlichen Radfahren im Alltag zu animieren und die Themen Radverkehr und Radverkehrsplanung in die Kommunalparlamente zu bringen.

Mehr als 340 Kommunen treten in diesem Jahr in die Pedale. „In Mecklenburg-Vorpommern sind es sechs, und wir sind die kleinste Stadt“, erklärt Henrik Wegner vom Büro des Bürgermeisters, der gemeinsam mit Wulf-Peter Bosecke Projekt-Koordinator für Ludwigslust ist. „Das Fahrrad ist – bis auf die menschlichen Emissionen – emissionsfrei und das gesündeste Fortbewegungsmittel“, wirbt der Stadtwerke-Geschäftsführer. „Mit der Aktion wollen wir deutlich machen, dass es auch für größere Distanzen geeignet ist.“ Also nicht nur für Fahrten innerhalb des Stadtgebiets, sondern auch aus den Ortsteilen in die Stadt.

Mitmachen und für Ludwigslust Kilometer sammeln kann jeder, der hier lebt oder arbeitet, in Ludwigslust im Verein aktiv ist oder in der Stadt bzw. ihren Ortsteilen eine Schule besucht. Dazu kann man sich im Internet (www.stadtradeln.de) anmelden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich an Henrik Wegner (Telefon 03874 526-236) zu wenden. Weil Radfahren in der Gemeinschaft am meisten Spaß macht, müssen jedoch Teams aus mindestens zwei Mitstreitern gebildet werden. Allerdings gibt es bereits ein offenes Team, in das Einzelstarter aufgenommen werden. Sechs Teams stehen schon bereit, darunter die freiwillige Feuerwehr, der Radwanderverein, die Stadtwerke und eine Familie. Noch werden die Meldungen von Stadtvertretern vermisst, erst eine Abgeordnete ist dabei.

Jeder Kilometer, der im Aktionszeitraum vom 31. August bis zum 20. September per Fahrrad oder E-Bike zurückgelegt wird, kann in einen Online-Radelkalender oder direkt über die StadtradelApp eingetragen werden. Über die GPS-Funktion von Smartphones können die Kilometer sogar direkt aufgezeichnet werden. Alternativ ist es aber auch möglich, die zurückgelegten Strecken an den Teamleiter zu übermitteln.

Mit besonderen Aktionen wollen die Ludwigsluster zusätzliche Kilometer machen. Der Radwanderverein hat einen Radausflug initiiert, der am 6. September, 10 Uhr, vor dem Rathaus startet. „Es geht über Grabow und Neustadt-Glewe rund 30 Kilometer durch das Städtedreieck“, erklärt Vorsitzender Karl-Heinz Winkelmann. Und am 19./20. September findet in Ludwigslust das deutsche FahrradKulturEvent „Velo Classico“ statt – mit drei Rundkursen über 40, 80 und 150 Kilometer.

Henrik Wegner erwartet für die Ludwigsluster Premiere des Stadtradelns noch keine Höhenflüge. „Es ist erst einmal ein Versuch“, sagt er. Trotzdem sollten die Ludwigsluster ordentlich in die Pedale treten und melden – schließlich soll auch der beste Neuling unter den Kommunen gekürt werden. 

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