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Ludwigsluster Tageblatt

25. November 2017 | 04:44 Uhr

Ludwigslust : Für Bier brutal zugeschlagen

vom

Am Mittwoch hat ein Ladendieb auf eine Verkäuferin in einem Getränkemarkt mehrfach eingeschlagen. Die Frau erlitt leichte Verletzungen. Das Diebesgut wurde jedoch zurückgelassen.

svz.de von
erstellt am 03.Nov.2011 | 08:36 Uhr

Ludwigslust | Die Einwohner im Landkreis Ludwigslust-Parchim sind aufgeschreckt. Eigentumsdelikte nehmen in der jüngsten Zeit zu. Die Palette der Kriminalität reicht vom brutalen Diebstahl bis hin zum heimtückischen Betrug an der Wohnungstür. Aber auch so genannte Drückerkolonnen sind derzeit in der Stadt unterwegs, versuchen Bürgern dubiose Geschäftsabschlüsse per Unterschrift zu entlocken. Die SVZ sprach mit Kriminalhauptkommissar (KHK) Fred Leiskau von der Ludwigsluster Polizeiinspektion über Raub, Betrug und Haustürgeschäfte der schlechten Art.

Das jüngste Beispiel solcher kriminellen Energie ist zugleich derzeit das brutalste: In Ludwigslust soll am Mittwoch gegen 15.30 Uhr ein Ladendieb auf eine Verkäuferin in einem Getränkemarkt in der Wöbbeliner Straße mehrfach eingeschlagen haben. Die Frau erlitt dabei leichte Verletzungen und musste sogar medizinisch behandelt werden. Die Verkäuferin hatte beobachtet, wie zwei Männer sich mit zwei Bierkästen entfernen wollten. Als die Frau nach eigenen Angaben die beiden Tatverdächtigen vor dem Markt daraufhin ansprach, flüchtete einer der beiden Männer, während der zweite Tatverdächtige auf die Angestellte einschlug. Kurz darauf flüchtete auch der Angreifer. Das Diebesgut ließen die beiden Männer allerdings zurück.

Die Polizei hat daraufhin die Fahndung nach den beiden Flüchtigen eingeleitet und dabei konkrete Anhaltspunkte auf einen der beiden Täter erlangen können. Ob sich der Verdacht gegen den aus Ludwigslust stammenden Mann im Zuge der Ermittlungen bestätigen wird, ist noch unklar. Die Ermittlungen wegen räuberischen Diebstahls dauern an.

Gegen Trickbetrüger an der Haustür und Diebe, die sich heimtückisch Zugang in eine Wohnung verschaffen, gibt KHK Leiskau den Tipp: Betrüger, die an der Haustür klopfen, kommen immer unangemeldet und ohne echten Ausweis." Auch Bittsteller, die nach einem Glas Wasser verlangen oder "dringend auf Toilette müssen", sollte mit äußerster Vorsicht begegnet werden. "Und nie erkennen lassen, wo Bargeld oder Geldkarten in der Wohnung lagern!", lautet der Rat des Profis.

Der Vormarsch einer anderen Betrugsmasche wird von der Kripo mit der Umstellung von Satellitenempfängern befürchtet: Betrüger geben sich als Monteure oder Verkäufer solcher Anlagen aus und bieten ihre Dienste oder den Verkauf dieser digitalen Empfänger an. Damit bezwecken die Betrüger, Zugang in die ausgesuchte Wohnung zu erhalten, um die dann zu durchstöbern. Oder: Die qualitativ minderwertigen Geräte zu einem hohen Preis dem Opfer unterzujubeln. "Besser ist da der Gang zum Fachverkäufer, bevor es zu spät ist", rät Leiskau.

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