Göhlen : Fünf Fichten für den Festplatz

Die fünf Fichten, die die Göhlener am Sonnabend pflanzten, sind relativ klein. Dadurch bietet sich ihnen aber die größte Chance, auch fest anzuwachsen und sich gut zu entwickeln.
Die fünf Fichten, die die Göhlener am Sonnabend pflanzten, sind relativ klein. Dadurch bietet sich ihnen aber die größte Chance, auch fest anzuwachsen und sich gut zu entwickeln.

Göhlener pflanzten am Sonnabend Baum des Jahres 2017 / Seit 17 Jahren bei dieser großen Mitmachaktion im Naturschutz dabei

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03. April 2017, 07:00 Uhr

Jedes Jahr im Frühling wird in der kleinen Gemeinde Göhlen der Baum des Jahres gepflanzt. In diesem Jahr ist es die Fichte. Ein Umstand, der nicht nur Bürgermeister Helmut Seyer irritiert, denn eigentlich gilt dieser Baum nicht als sehr wertvoll. Dennoch beteiligen sich die Göhlener wieder an einer der größten und erfolgreichsten Mitmachaktionen im Naturschutz. Seit 2000 ist die Gemeinde jedes Jahr dabei. Manche haben von Anfang an immer wieder mitgemacht. Helmut Seyer erwähnt in diesem Zusammenhang den ehemaligen Bürgermeister Dr. Olaf Hinrichs, der diese Initiative vor 17 Jahren startete und der auch an diesem Morgen mit geschultertem Spaten auf den Festplatz an der Feuerwehr gekommen ist. Hier sollen fünf Fichten ihren Platz finden. Die Bäumchen sind sämtlich vom Leussower Revierförster des Forstamtes Kaliß, Bernd Andrees, gesponsert worden.

Etwas Besonderes sollte die Pflanzaktion auch in diesem Jahr sein, und deshalb war für das leibliche Wohl selbstverständlich gesorgt. Rosi Möller kümmerte sich gemeinsam mit dem Jugendclub in bewährter Weise darum. Aber bevor es soweit war, galt es erst einmal zu buddeln, die Bäumchen einzusetzen, anzugießen und die Löcher wieder zu schließen. Der Bürgermeister erzählte vor der Arbeit noch etwas über die Fichte. Seit dem 19. Jahrhundert sei sie als der typische Tannenbaum bekannt. Heute allerdings hat die Nordmanntanne ihr in diesem Zusammenhang den Rang abgelaufen.

„Über keinen anderen Baum wird soviel gestritten wie über die Fichte“, sagt Bürgermeister Seyer. „Willst du den Wald vernichten, pflanze nichts als Fichten“, ist eine Aussage. Geschätzt als wichtigste forstliche Einkommensquelle, steht der Baum andererseits für artenbarme und besonders naturferne Forsten. Das treibt nach eigenem Bekunden auf ihrer Webseite auch die Dr.-Silvius-Wodarz-Stiftung um, die alljährlich seit 27 Jahren den Baum des Jahres ausruft. Doch die Fichte ist auch die häufigste Baumart in Deutschland. Man findet sie meist in Mischwäldern mit Buchen, Kiefern oder Douglasien. Fichten können eine Höhe von 40 bis 50 Metern erreichen und bis zu 400 Jahre alt werden. Das Holz ist relativ leicht, fest und elastisch. Es eignet sich als Bauholz, für Möbel und als Rohstoff in der Papierindustrie.

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