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Ludwigsluster Tageblatt

21. November 2017 | 22:32 Uhr

ludwigslust : Freund der Rosen und des Blues

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Landwirt Harald Elgeti aus Greven hat sich ganz besonderen Hobbies verschrieben: der Musik und der Königin der Blumen

Er ist Rosenfreund, Blues-Fan und Landwirt: Harald Elgeti, 63 Jahre alt, in Greven zu Hause. Er hat drei Kinder zwischen 25 und 37 Jahren, ist geschieden. Seine neue Lebensgefährtin wohnt in Wismar.

Harald Elgeti hatte Mathematik studiert, dann eine Agrotechniker-Ausbildung absolviert. Seit 1985 ist er in der Landwirtschaft tätig. Er arbeitete als Hauptbuchhalter in der LPG (T) Greven, später wurde er dann Geschäftsführer der Milchland Agrar GmbH Greven und der Agrar GmbH Bengerstorf.

Seit 2006 ist er Geschäftsführer des Bauernverbandes Ludwigslust e.V. „Mir macht meine Aufgabe immer noch Spaß, auch wenn ich selbst oft unzufrieden bin, weil man nicht so viel erreicht, wie man möchte“, sagt Harald Elgeti.

Die Palette seiner Aufgaben ist vielseitig und umfangreich. Er beschäftigt sich als gestandener Landwirt und Verbandsfunktionär u.a. mit den Fragen der Agrarreform und der Zusammenarbeit mit Landes- und Kreisbehörden. Aktuell ist er in die Vorbereitung des Kreiserntefestes in Neu Kaliß mit eingebunden, das im Rahmen des Landeserntedankfestes stattfindet.

Auch die Beziehungen zum Partnerbauernverband in Tartu mit regelmäßigen Besuchen und Treffen möchte Harald Elgeti als angenehme Seite seiner Tätigkeit als Geschäftsführer des Bauernverbandes Ludwigslust anführen.

Zu seinen großen Hobbies gehört die Beschäftigung mit den Rosen, mehr als 80 Sorten blühen und wachsen in seinem Garten. Die schönsten Rosen von Froh sinn 82 bis Gloria Dei finden sich als Fotomotive auf einem von ihm selbst gestalteten Kalender wieder.

Und dann ist Harald Elgeti weit über die Grenzen seiner Gemeinde und über den Landkreis hinaus als Organisator und Veranstalter der Grevener Bluesnacht bekannt, die inzwischen Kultstatus erlangt hat. Dieses Event findet am letzten Augustwochenende zum nunmehr 14. Mal statt. Mit dabei ist auch wieder Abi Wallenstein, der dann schon zum 12. Mal in Greven einen Auftritt haben wird.

SVZ-Redakteur Michael Seifert stellte Harald Elgeti die Sonnabendfragen.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

Mein Garten mit den Rosen und der Holzfestplatz in Greven.

Was würden Sie als Bürgermeister Ihres Ortes sofort verändern?

In einer Zeit, in der das Land seine Finanzen auf Kosten der Landkreise und Kommunen konsolidiert, ist es sicher schwer, in der Gemeinde viel zu bewegen. Ich würde mir mehr gesellige Veranstaltungen mit den Einwohnern der Gemeinde wünschen. Auf keinen Fall würde ich für eine Angliederung unserer Gemeinde an Boizenburg stimmen, wobei ich denke, dass das unsere Bürgermeisterin genauso sieht.

Wo kann man Sie in Greven am ehesten treffen?

Auf dem schönen Holzfestplatz und eben in meinem Garten.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Mit Rüben hacken und Kartoffeln sammeln.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?

Eigentlich war das Geld für ein Fahrrad gedacht. Aber ich habe mir dann dafür ein tschechisches Spulentonbandgerät der Marke Tesla B4 gekauft.

Was würden Sie gerne können?

BoogieWoogie auf dem Klavier.

Was stört Sie an anderen?

Unehrlichkeit, Arroganz und ideologisch geprägte Diskussionen, in denen sachliche Argumente keine Rolle spielen.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Meine Eltern, die in den 50er- und 60er-Jahren meine fünf Geschwister und mich durch eine im wesentlichen sorgenfreie Kindheit geleitet haben.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?

Da ich sehr genau zuhöre, entgehen mir viele Versprecher nicht, über die ich dann herzlich lachen kann.

Was Unvernünftiges haben Sie zuletzt getan?

Ich lebe generell meine Hobbies viel zu intensiv.

Welches Buch lesen Sie gerade?

„Life“ von Keith Richards von den Rolling Stones.

Was bedeutet Ihnen Glück?

Eine harmonische Liebesbeziehung, Gesundheit und die Erfüllung persönlicher Wünsche.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Die Live-Übertragung der Bundesliga-Spiele.

Wo trifft man Sie eher: Bei einem Fußballspiel oder bei der Rhythmischen Sportgymnastik?

Als gebürtiger Rostocker und bekennender Hansa-Fan im Rostocker Stadion.

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel und Eric Clapton.

Wenn Sie nicht selbst kochen, was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?

Mir schmeckt leider alles, aber wir haben in Lüttenmark ein griechisches Restaurant und dort esse ich dann öfter mal.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?

Bei „Oh Lord, what am i gonna do“ von Henry Heggen. Das ist einer meiner Stammmusiker, die immer nach Greven kommen. Und das ist das Lied, bei dem ich mich in meine Lebensgefährtin verliebt habe.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Ich habe viele schöne Geschenke bekommen. Zuletzt hat meine Lebensgefährtin die Außenanlagen an meinem Haus gestaltet.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Ich würde sehr gern Eric Burdon zu einem Auftritt bei mir in Greven begrüßen können.

Was werden Sie als Rentner machen?

Wahrscheinlich werde ich mich noch intensiver mit meinen Hobbies beschäftigen. Eventuell lebt dann auch das Skatspiel wieder auf, was in letzter Zeit etwas vernachlässigt wurde.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?

Sabine Giesenhagen, die ein sehr freundliches und kompetentes Brillenhaus in Hagenow führt und die mit ihrem Mann im ,Mecki’ in Hagenow tolle Veranstaltungen organisiert.

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