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Ludwigsluster Tageblatt

13. Dezember 2017 | 21:54 Uhr

Frank Peters bleibt verschwunden

vom

svz.de von
erstellt am 23.Jan.2012 | 05:48 Uhr

Eldena | Der 54-jährige Frank Peters aus Eldena bleibt weiterhin wie vom Erdboden verschluckt. Bis zum Redaktionsschluss war der Pressesprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust, Klaus Wiechmann, jedoch voller Hoffnung, den mit einem Großaufgebot an Polizei und Technik gesuchten Ehemann noch lebend zu finden. Denn: Es tat sich gestern am frühen Nachmittag eine vielversprechende Spur auf, die hinaus aus dem Wohnort in Richtung eines Waldstückes führte. Diese Chance, den suizidgefährdeten, jedoch nicht gewaltbereiten Mann zu finden, war dem feinen Geruchssinn eines Spürhundes der Polizei zu verdanken.

Die ganze Situation ist für die Ehefrau belastend, wie es die polizeiliche Chronologie des Verschwindens aufzeigt: Frank Peters verließ vergangenen Sonnabend gegen 14.45 Uhr die Wohnung. Danach fehlt jeglicher Anhaltspunkt zum Aufenthalt des Vermissten. Die Ehefrau vermisste rund eine Stunde später ihren Mann und erstatte eine Vermisstenanzeige. Polizeibeamte zu Land, Wasser und in der Luft (SVZ berichtete), Feuerwehrleute, Bekannte und Verwandte suchten bis in die Nacht hinein. Vorgestern hatte die Polizei zwei Spürhunde zur Suche eingesetzt. Dabei führte ein Diensthund die Beamten vom Wohnhaus des Vermissten bis zum örtlichen Penny-Markt, dann verlor sich die Fährte im Nichts, informierte Polizeihauptkommissar Wiechmann. Parallel dazu hat die Kriminalpolizei im Umfeld des Mannes ermittelt, um so brauchbare Hinweise zu erhalten. Gestern nun befragten Polizisten die Anwohner in Eldena. Als der Fährtenhund nachmittags eine Spur aufnehmen konnte, wurden weitere Suchkräfte angefordert. Auch der Polizeihubschrauber stieg wieder auf. "Seit gestern Abend sind fünf Diensthunde der Rettungshundestaffel Neubrandenburg im Einsatz", informierte Wiechmann kurz vor Redaktionsschluss. Zusätzlich werden weitere Polizeikräfte im Einsatz entlang der Elde-Region sein.

Der Vermisste Frank Peters ist ca. 185 cm groß und schlank, trägt schütteres blondes Haar und eine Brille. Er ist mit einer blauen Jeanshose und einer schwarzen Jacke bekleidet. Hinweise zum Aufenthalt des Mannes nehmen alle Polizeidienststellen, auch über Notruf der Polizei 110, entgegen.

Hinter den Kulissen sorgte der Fall noch zusätzlich für Aufsehen. Denn der Gesuchte war schon einmal am 4. Januar mit einem offenkundigen Selbstmordversuch der Polizei aufgefallen. Damals war der Mann in die Elbe gegangen, war jedoch aus eigenem Entschluss wieder umgekehrt. Bei der Polizei galt und gilt der Gesuchte daher klar als suizidgefährdet, entsprechend ernst wurde auch die Vermisstenanzeige genommen.

Nach SVZ vorliegenden Informationen befand sich Peters auch deswegen in ärztlicher Behandlung in Schwerin. Dort bekam er wohl für das Wochenende Ausgang und ist danach verschwunden. Die Helios-Kliniken verwiesen gestern auf ihre Verantwortung die Schweigepflicht zu wahren - gaben keine Auskunft. Allerdings, so eine Klinik-Sprecherin, würde in der geschlossenen Abteilung niemand vermisst.

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