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Ludwigsluster Tageblatt

18. November 2017 | 07:44 Uhr

Grabow : Forstamt Ludwigslust bleibt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Endgültige Entscheidung für Erhalt und gegen Zusammenlegung gefallen - Sitz wird von Kremmin ins Grabower Schützenhaus verlegt

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2014 | 19:40 Uhr

Aufatmen in Kremmin, Grabow und der ganzen Region: Das Forstamt Ludwigslust bleibt erhalten. Das hat der Verwaltungsrat der Landesforstanstalt MV am Montag abschließend beschlossen. Damit ist die Zusammenlegung mit dem Forstamt Kaliß vom Tisch. Allerdings wird das Forstamt Ludwigslust seinen Sitz verlegen – von Kremmin nach Grabow.

In Kremmin hätte das Forstamt nicht dauerhaft bleiben können. Das dortige Gebäude befindet sich in einem derart schlechten Zustand, dass erhebliche Investitionen erforderlich gewesen wären, so das Schweriner Landwirtschaftsministerium. Stattdessen soll das Forstamt nun im kommenden Jahr ins Grabower Schützenhaus ziehen, das die Stadt derzeit für rund 2,6 Millionen Euro (darunter 2,1 Millionen Euro Fördermittel) saniert. „Der Umzug des Forstamtes nach Grabow liegt im Interesse der Waldbesitzer, der waldinteressierten Menschen der Region und der Mitarbeiter“, betonte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Dass die Stadt das Schützenhaus nicht allein nutzt, war von vornherein erklärtes Ziel. „Die Landesforst ist aber unser Wunschmieter“, gestand Grabows Bürgermeister Stefan Sternberg. „Eine Landesbehörde im Ort zu haben, ist für eine Kleinstadt wie Grabow von großer Bedeutung.“ Zudem sei es ihm wichtig gewesen, das Forstamt mit seinen Angeboten in Wald- und Umweltpädagogik, mit der Lehrlingsausbildung und als Ansprechpartner für die Waldbesitzer in der Region zu halten. „Es gibt bei uns auch viele Gemeinden mit viel Wald, die einen Partner vor Ort brauchen“, so Sternberg.

Für Grabow gilt das im Besonderen. Die Stadt gehört mit mehr als 2000 Hektar zu den vier größten Waldbesitzern unter den Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern – nach Städten wie Rostock, Parchim und Waren/Müritz, wie der Bürgermeister betonte. Im Frühjahr hatten Landesforst MV und Stadt einen Vertrag über die Betriebsführung für die kommunalen Forstflächen unterzeichnet. Ein möglicherweise beispielgebender Weg.

Auch Forstamtsleiter Dr. Holger Voß freut sich auf den Umzug nach Grabow – „weil er eine Erweiterung unserer Möglichkeiten bringt“. Als Dienstleister für den Bürger im ländlichen Raum komme man nun zum Bürger hin, sagte Dr. Voß mit Blick auf die gute Erreichbarkeit des künftigen Forstamtes im Schützenhaus. Bahnhof und Busbahnhof sind nicht weit entfernt. Davon könnten auch Auszubildende profitieren, die noch keinen Führerschein haben. Das Forstamt Ludwigslust gehört zu den zehn von 29 Forstämtern im ganzen Land, die Forstwirte ausbilden. Und das sehr erfolgreich. „Unsere Azubis erreichen immer hervorragende Ergebnisse, einer hat es sogar zum Bundeswettbewerb geschafft“, betonte Holger Voß und verwies in diesem Zusammenhang aber sofort auf den engagierten Ausbilder. Die Lehrausbildung soll künftig im Anbau des Schützenhauses beste Bedingungen vorfinden, während die Amtsstuben im Obergeschoss entstehen. Außerdem bietet das repräsentative Haus mit Saal auch Raum für Ausstellungen, Konzerte oder Fachtagungen. Landesforst, Schützenhaus und umgebender Park – für Stefan Sternberg die Ideallösung.
 

 

 

 

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