zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

17. Oktober 2017 | 17:13 Uhr

Forstamt hat Umzug nach Grabow fest im Blick

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Handwerker bereiten im Zuge der Sanierung des Schützenhauses obere Etage für die neuen Mieter vor

von
erstellt am 06.Feb.2015 | 07:00 Uhr

Noch liegt das Bauholz gestapelt, und noch ist beim Anblick der Baustelle im Schützenhaus nur zu erahnen, wie einmal der Büroraum aussehen wird, in dem Bürgermeister Stefan Sternberg und Forstamtsleiter Dr. Holger Voß stehen.

So allmählich wird es ernst mit dem Umzug der Forstverwaltung aus Kremmin, die Landesforst bereitet sich auf dieses Ereignis intensiv vor. „In die obere Etage werden wir mit unserer Verwaltung einziehen“, war bei einer Stippvisite mit Dr. Holger Voß zu erfahren. Er leitet das Forstamt Ludwigslust, das derzeit noch seinen Sitz in Kremmin hat.

Doch die Tage für die Mitarbeiter dort sind gezählt, „Ende August soll das schmucke und moderne Domizil im Schützenhaus, das derzeit aufwändig saniert wird, bezogen werden“, so Bürgermeister Sternberg beim Rundgang durch die Baustelle.

Und derlei Ortstermine mit Bürgermeister und Planern gehört für den Forstamtsleiter zu seinen alltäglichen Aufgaben, und bis zu dreimal die Woche schaut sich der Forstfachmann vor Ort den Baufortschritt an. Zum Verwaltungsteil des Forstamtes gehören Büros für Sachbearbeiter und den Büroleiter, die Revierförster bekommen Zimmer, wo sie ihre temporären Arbeiten ausführen können. Hinzu kommt ein Ausbildungstrakt für die Forstwirte, der sich im Anbau des Schützenhauses befindet. Dort finden Unterricht und Ausbildung statt, für den Lehrmeister und die sechs Auszubildenden dann die neue Heimstatt. „Wir ziehen aus dem Gebäudekomplex in Kremmin komplett raus“, so Dr. Holger Voß. Der alte Forstamtssitz soll verkauft werden. „Mit dem Umzug von Kremmin nach Grabow ist für das Forstamt der Standort gesichert“, ergänzt Dr. Holger Voß, der zugleich sagt, dass die beliebten Weihnachts- und Ostermärkte am neuen Standort auch künftig stattfinden werden.


Am neuen Standort sicher in die Zukunft


Im Oktober des vergangenen Jahres hatte der Verwaltungsrat der Landesforstanstalt MV beschlossen, dass das Forstamt Ludwigslust erhalten bleibt. Damit war die Zusammenlegung mit dem Forstamt Kaliß vom Tisch. Der Umzug war nötig, das Forstamt hätte nicht dauerhaft in Kremmin bleiben können. Das dortige Gebäude befindet sich in einem derart schlechten Zustand, dass erhebliche Investitionen erforderlich gewesen wären, hieß es aus dem Schweriner Landwirtschaftsministerium.

Der Umzug des Forstamtes nach Grabow liegt im Interesse der Waldbesitzer, der waldinteressierten Menschen der Region und der Mitarbeiter, sagte nach der Entscheidung im Oktober vergangenen Jahres Landwirtschaftsminister Till Backhaus.


Landesbehörde vor Ort von großer Bedeutung


Die Landesforst war auch Wunschmieter der Stadt, so Grabows Bürgermeister Stefan Sternberg. Eine Landesbehörde im Ort zu haben, sei für eine Kleinstadt wie Grabow von großer Bedeutung. Zudem sei es ihm wichtig gewesen, das Forstamt mit seinen Angeboten in Wald- und Umweltpädagogik, mit seiner Lehrlingsausbildung und als Ansprechpartner für die Waldbesitzer in der Region zu halten. Für Grabow gilt das im Besonderen. Die Stadt gehört mit mehr als 2000 Hektar zu den vier größten Waldbesitzern unter den Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern – nach Städten wie Rostock, Parchim und Waren/Müritz, wie der Bürgermeister betonte. Im Frühjahr 2014 hatten Landesforst MV und Stadt einen Vertrag über die Betriebsführung für die kommunalen Forstflächen unterzeichnet.

Mit dem Umzug in das sanierte Schützenhaus beginnt dann im Sommer dieses Jahres eine neue Zeitrechnung für das Forstamt Ludwigslust.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen