Grabow/Golchen : Förderpreis geht nach Grabow

Plattdeutschgruppe der Grundschule „Eldekinder“ auf dem Golchener Hof von Jury geehrt

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18. Juni 2015, 07:00 Uhr

„Und nun lüften wir das Geheimnis. Der diesjährige Förderpreis für Kunst und Kulturarbeit mit Kindern und Jugendlichen im Landkreis Ludwigslust-Parchim geht an Elisabeth Stolzenburg mit ihrer Plattdeutschgruppe der Grundschule ,Eldekinder‘ in Grabow.“ So die Worte von Jörg Klingohr, vielen besser bekannt als Bauer Korl, bei der Preisverleihung am Dienstag auf dem Golchener Hof. Was folgte, war ein riesiger Jubelschrei der 11 mitgereisten Mädchen und Jungen aus Grabow und deren Betreuerin. Die Jury würdigte damit das ehrenamtliche Engagement zur Pflege der plattdeutschen Sprache, das die Grabowerin seit einigen Jahren mit viel Liebe und großer Freude mit den Kindern betreibt.

Zum nunmehr 11. Mal ist diese Verleihung des Förderpreises in Golchen zu Gast, was vor allem dem Engagement des Gastgebers, dem Kulturförderung bei Kindern ganz besonders am Herzen liegt, geschuldet ist. Durch das Programm führte Stefan Sternberg als Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport des Landkreises, der sich natürlich genauso über den Erfolg freute, wie die Kinder selbst. „Und ich betone: Ich war selbst nicht Mitglied dieser Jury“, führte er in seiner kleinen Glückwunschrede an.

Wolfgang Schmülling als stellvertretender Landrat und Gastredner der Veranstaltung betonte in seinen Worten, dass auch die Mitglieder der Kreistages voll hinter der Förderung von Kulturarbeit stehen: „Gerade wenn es darum geht, dass Geld gestrichen werden muss. In diesem Punkt sind sich alle einig, dass es wichtig ist, Kultur, gerade im ländlichen Raum, zu erhalten und zu fördern. Und deshalb freue ich mich, dass wir diesen Förderpreis alljährlich vergeben können.“

Nominiert waren in diesem Jahr – neben den Grabowern – Udo Heckendorf aus Parchim mit seinen Fotografien für Kinder, die Trommelgruppe vom Diakoniewerk Kloster Dobbertin, die Zeichengruppe der Adolf- Diesterweg-Schule Parchim für ihr Kunstwerk „Rhinozeros“, Heidi und Rudi Barz aus Sternberg für die Vermittlung mecklenburgischer Tänze mit Kindern im Heimatverein Sternberg, die Schüler der Edith-Stein-Schule-Ludwigslust mit ihrem Projekt „Adventsmusical“, Silke Meyer aus Hagenow mit dem Projekt „Kunst-Landschaft-Bildhauerei“ in Hagenow, Kristina Andres für die Arbeit mit Kindern im Bereich Literatur und künstlerische Gestaltung sowie der Banzkower Carnevalsclub für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Neben der Plattdeutschgruppe aus Grabow als Sieger, die mit einem Preisgeld von 500 Euro bedacht wurde, vergab die Jury zwei zweite Plätze. Diese gingen an Heidi und Rudi Barz aus Sternberg und den Banzkower Carnevalsclub. Die Urkunden und Preise, passend für die Grabower Kinder ein Buch zum Lernen der plattdeutschen Sprache, wurden vom Kreistagspräsidenten Olaf Steinberg, Wolfgang Schmülling und Gastgeber Jörg Klingohr überreicht. Anschließend durften die diesjährigen Gewinner mit ihrem kleinen Programm zeigen, dass sie den Preis zu Recht verdient haben. Und beim abschließenden Lied von „Herrn Pastor sien Kauh“ stimmten auch die übrigen Gäste im Saal mit ein.

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