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Ludwigsluster Tageblatt

17. Dezember 2017 | 09:15 Uhr

Kummer : Fördermittel für die Krenzliner

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Die Straße im Ortsteil Kummer wird über das Bodenordnungsverfahren ausgebaut. Die Grundstückseigentümer müssen Ausbaubeiträge zahlen .

von
erstellt am 04.Jan.2017 | 07:00 Uhr

Der Fördermittelbescheid ist da. Damit steht dem Ausbau der Krenzliner Straße in Kummer nichts mehr im Wege. Fast nichts, denn bevor die Arbeiten ausgeschrieben werden können, muss der Landkreis den Haushalt der Stadt Ludwigslust genehmigt haben. Jens Gröger hofft, dass Fräsmaschine und Bagger im März anrücken können. „Wir müssen zügig anfangen, weil die Maßnahme am 30. Oktober abgerechnet sein muss“, erklärt der Fachbereichsleiter Tiefbau bei der Stadtverwaltung.

Der Ausbau der Krenzliner Straße, der über das Bodenordnungsverfahren Kummer läuft, ist schon seit einigen Jahren im Gespräch. „Sie ist mittlerweile die schlechteste Straße im Dorf. Die Regenentwässerung ist total hinüber, zum Teil gibt es bereits Versackungen“, betont Ortsteilvorsteher Udo Jauert. Er ist froh, dass das Projekt jetzt noch angefasst wird. „Unser Bodenordnungsverfahren wird 2019 definitiv beendet. Würden wir erst danach bauen, wäre die Belastung für die Anlieger dreimal so hoch wie jetzt.“ Denn 65 Prozent der Kosten werden über die Fördermittel gedeckt, die das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) kurz vor Jahresende bewilligt hatte. Von dem verbleibenden Anteil werden laut Straßenausbaubeitragssatzung rund 75 Prozent auf die Anlieger umlegt, den Rest trägt die Stadt. „Die Straßenausbaubeiträge werden zwischen drei und vier Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche liegen“, erklärt Jens Gröger. Genauere Zahlen könne er auf der für Ende Februar geplanten Anwohnerversammlung nennen, weil dann die Ergebnisse der Ausschreibung vorliegen. Dann sei auch klar, welche Firma den Zuschlag erhalten hat. Zudem wird besprochen, was die Anlieger während der Bauphase beachten müssen. Das erste Geld werden die Grundstückseigentümer noch in diesem Jahr überweisen müssen. In den Vorausleistungsbescheiden stellt die Stadt 70 Prozent des zu erwartenden Straßenausbaubeitrags in Rechnung. Die Endabrechnung ist dann für 2019 geplant.

Die 650 Meter lange Straße erhält eine fünf Meter breite Asphaltdecke und einen 1,50 Meter breiten Gehweg. Zuvor wird die Regenentwässerung komplett erneuert. Im Abschnitt zwischen dem Weg Am Sportplatz und Hackerzaunweg soll eine leichte Verschwenkung der Fahrbahn für eine Beruhigung des Verkehrs sorgen. Außerdem werden etwa 18 LED-Straßenlaternen aufgestellt. „Deren Licht soll etwas wärmer, weniger grell sein“, betont Jens Gröger. Rund 750 000 Euro investiert die Stadt in das Vorhaben, 490 000 Euro davon kommen als Fördermittel.

Vor dem Abschluss des Bodenordnungsverfahrens Kummer sollen im bzw. rund um den Ludwigsluster Ortsteil noch weitere Vorhaben realisiert werden. „Wir wollen den Jägerhofweg bis an die Kreisstraße heran (zwischen Warlow und der B 5, d.  Red.) mit Spurbahnen befestigen“, erklärt Udo Jauert. Auch für den Picher Weg gibt es Pläne. Er soll im ersten Abschnitt asphaltiert und dann ebenfalls mit Spurbahnen befestigt werden. Allerdings nur bis zum Abzweig zum alten Ziegeleiweg, weil damit dann alle landwirtschaftlichen Grundstücke verkehrstechnisch erschlossen seien, so der Ortsteilvorsteher. Der letzte Abschnitt bis nach Picher – auch in der Gemarkung Kummer – bleibt unangetastet. „Schade, dass Picher nicht mitzieht“, so Udo Jauert. Weitere Vorhaben sind eine wassergebundene Decke für den Weg von der B 5 bis zur alten Ziegelei sowie Gehweg und Beleuchtung im Picher Weg. Außerdem soll die Trauerhalle neue Fenster bekommen. Voraussetzung sei in allen Fällen jedoch, dass Fördermittel bewilligt werden und die Stadt die Eigenmittel aufbringen kann.  

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