Spornitz : Flutlichtpokal ging an den Gastgeber

Die Feuerwehr Goldenbow am Start.
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Die Feuerwehr Goldenbow am Start.

59 Wettkampfgruppen mit knapp 500 Aktiven aus ganz MV und darüber hinaus bei der siebten Auflage des besonderen Feuerwehr-Wettstreits.

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29. August 2016, 09:32 Uhr

59 Wettkampfgruppen mit knapp 500 Aktiven verschiedenster freiwilliger Feuerwehren aus ganz Mecklenburg-Vorpommern sowie aus Sachsen-Anhalt trafen sich am Freitagabend zur siebenten Auflage des Flutlichtpokals auf dem Spornitzer Sportplatz. „Es ist ein kleiner Rekord, denn wir hatten sieben Gruppen mehr als im Vorjahr“, freut sich der Spornitzer Gemeindewehrführer Ronny Mathes-Languth. Es sind insgesamt sogar rund 1000 Personen auf dem Sportplatz, denn viele Fans und weitere interessierte Besucher ließen sich diesen Wettkampf nicht entgehen.

In drei Kategorien traten die Teams zum Löschangriff nass an, Männer, Frauen und die Gruppe Ü 40. Wobei die Damenriegen nur mit drei Teams antraten, die Männer waren mit 49 Teams vertreten.

Bei einem Löschangriff nass – auch Königsdisziplin genannt – gilt es, die Sauglängen schnellstens zu kuppeln und an die Tragkraftspritze (TS) anzuschließen sowie den Saugkorb in das Wasserbecken zu tauchen. Dann müssen die Wettkämpfer mit den drei B-Schlauchlängen nach vorne laufen und das Strahlrohr auf das in 84-Metern vom Podest entfernte Ziel richten. Im Gegensatz zu den Wettkämpfen auf Amts- und Kreisebene werden hier ausschließlich TGL-genormte DDR-Tragkraftspritzen verwendet. „Das besondere daran aber ist, dass diese getunt wurden und nur noch optisch der TGL entsprechen“, klärt Mathes-Languth auf. Was die Teams im Vorfeld an der TS geschraubt und verändert haben, bleibt deren Geheimnis. Der eine verwendet größere Schaufelräder, andere feilen an der Elektronik. „Unsere TS hat eine höhere PS-Zahl, bringt also mehr Leistung. Mehr wird nicht verraten“, sagt Tim Grabow von der Zölkower Wettkampfgruppe. Dass dies auch schief gehen kann, das spürten sie im vergangenen Jahr, „da war die Pumpe defekt wegen einem kleinen eingebauten Ein-Euro-Teil und wir kamen gar nicht in die Wertung“, so Grabow. In diesem Jahr belegten sie einen guten Mittelplatz.

Ein technischer Defekt an einer TS führte zu einem dramatischen, spektakulären Brand. Nach Informationen war es die Pumpe aus Dabel, die sich die Crivitzer ausgeliehen hatten, da sie mit ihrer noch nicht wettkampfbereit waren. „Beim zweiten Lauf ist es passiert, plötzlich stand die TS in Flammen. Mit Feuerlöschern, dem Löschfahrzeug aus Spornitz und der Hilfe der THW-Kameraden war das Feuer schnell gelöscht“, erzählt Andreas Dobberstein von der Crivitzer Wehr. Es sah dramatisch und spektakulär aus, es sei aber zum Glück keiner zu Schaden gekommen. Als Brandursache kam ein technischer Defekt in Frage.

Letztlich wurden nach Mitternacht die Sieger gekürt. Bei den Männern siegten die Gastgeber aus Spornitz mit 18,70 Sekunden vor den Kameraden aus Herrnburg mit 19,28 Sekunden. Ganz knapp dahinter lag das Team Boizetal mit 19,79 Sekunden. Bei den Frauen gewannen die Damen aus Lübesse mit 33,06 Sekunden vor den Frauen aus Fahrbinde, die 33,78 Sekunden benötigten. Außerdem startete noch eine Ü 40 Gruppe. Hier konnte die Mannschaft aus Kummer mit 21,63 Sekunden den Sieg vor der Gruppe aus Techentin (bei Ludwigslust) mit 23,19 Sekunden holen, während die Gastgeber mit 24,77 Sekunden den dritten Platz belegten.

„Dieser Wettkampf ist eine gute Werbung für unsere Gemeinde und durch die neue Flutlichtanlage wurde dieser Wettkampf noch besser ins Licht gerückt“, zeigte sich Bürgermeister Dieter Eckert stolz auf seine Feuerwehr. Mit starker Unterstützung des Sport- und des Karnevalvereins sowie des THW und des DRK und vielen weiteren Partnern und Helfern hat sich dieser Wettkampf zu einem echten Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Feuerwehren und der Gemeinde Spornitz entwickelt.


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