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Neustadt-Glewe : Flugzeug als Diebesbeute auserkoren

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Täter wurden beim Auseinanderbauen eines Ultraleichtfliegers auf Flugplatz Neustadt-Glewe offenbar gestört

svz.de von
erstellt am 08.Jul.2016 | 21:00 Uhr

Sie kamen in der Nacht und sie hatten es gezielt auf ein Flugzeug abgesehen: Unbekannte suchten in der Nacht vom 6. zum 7. Juli das Flugplatzgelände in Neustadt-Glewe heim (SVZ berichtete). „Die mutmaßlichen Täter brachen zwei Hallen auf. Von einem der Hangar wurden nur die Türen aufgebrochen, aber es wurde nichts gestohlen. In der zweiten Halle wurde das Flugzeug zur Seite geschoben, die Täter hatten es auf einen Ultraleichtflieger abgesehen“, informierte Dieter Schönrock, Leiter des Kriminaldauerdienstes (KDD) im Gespräch mit der SVZ über den aktuellen Stand der Ermittlungen durch die Kriminalpolizei.

Dieses Ultraleichtflugzeug sei vermutlich mit einem Pkw aus der Halle gezogen worden, so Dieter Schönrock. „In rund 500 Meter Entfernung vom Flugplatz befand sich ein Pavillon und es ist zu vermuten, dass die Täter aufgrund des schlechten Wetters im Trockenen arbeiten wollten.“ Sie nutzen das Zeltdach und bauten zwei Tragflächen, Räder mit Bremsanlage, die linke Tür und Teile des Armaturenbrettes ab. „Auch der Motor war schon für den Ausbau vorbereitet. Die Täter sind offensichtlich gestört worden, möglicherweise vom Sicherheitsdienst und durch Aufbauarbeiten für das Airbeat One-Festival“, so Dieter Schönrock.

Auf der linken Tragfläche ist das Kennzeichen D-MTUA zu sehen. „Dieser Schriftzug ist schwer ablösbar und selbst wenn es gelingen sollte, ihn zu entfernen, sind die Umrisse der Buchstaben auf dem Untergrund der Tragfläche immer noch zu sehen“, so der Leiter des KDD.

Der geschätzte Gesamtschaden liegt bei rund 50.000 Euro. Wer Hinweise zum entwendeten Ultraleichtflugzeug und Informationen geben kann, wo diese entwendeten Teile eventuell angeboten wurden, wendet sich bitte an die Polizei in Ludwigslust unter Tel. 03874-4110 oder an polizei.mvnet.de, bittet Dieter Schönrock die Bevölkerung bei der Aufklärung des Falles um Mithilfe.

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