Ludwigslust : Flora und Fauna ihre Geheimnisse abgeschaut

Sie liebt Käfer und zeichnet sie: Kati Hoeft.
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Sie liebt Käfer und zeichnet sie: Kati Hoeft.

Naturforschende Gesellschaft stellt sich beim Karla-Bollow-Natureumsfest im Fontänenhaus am Schloss vor

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19. Juni 2016, 17:00 Uhr

Karla Bollow ist immer noch präsent im Natureum am Ludwigsluster Schloss. Vor zwei Jahren ist sie, eine der wohl bekanntesten Ludwigslusterinnen der Gegenwart, im Alter von 101 Jahren gestorben. „Fast in jedem Vortrag, den wir halten, taucht sie auf, weil sie eben immer da war“, sagt Uwe Jueg, der Vorsitzende der Naturforschenden Gesellschaft Mecklenburg (NGM). Die Gesellschaft betreibt dieses naturkundliche Museum ehrenamtlich. Karla Bollow hat sich immer uneigennützig für den Verein und das Museum eingesetzt. Das hat ihr die NGM nicht vergessen. Das Natureumsfest trägt ihren Namen.

Seit zehn Jahren wird das Museum nun ehrenamtlich betrieben. Besonderer Anlass, einen Blick auf die Einrichtung zu werfen. „Unsere Veranstaltungen werden regelmäßig gut besucht“, sagt der Vorsitzende. „Manchmal auch sehr gut, was schon mal zum Problem werden kann, zum Beispiel bei Exkursionen. Der Besuch an Wochenenden könnte allerdings höher sein, was aber verschiedenen Faktoren geschuldet ist“, so Uwe Jueg weiter. Er meint damit einmal die Lage des Museums hinter einer Hecke, was aber aus Denkmalschutzgründen nicht anders zu machen sei. Zum Anderen ist da die ehrenamtliche Betreibung, was schon mal zu personellen Engpässen führen könne. Aber aus seinen Worten klingt auch Stolz auf die Einrichtung heraus. Das Natureum müsse man unbedingt gesehen haben, bestätigt er.

„Es ist das einzige naturkundliche Museum in Westmecklenburg“, so der NGM-Vorsitzende. „Man kann sich hier Tiere und Pflanzen anschauen, die man ansonsten in der Natur nur aus großer Entfernung sieht – wenn überhaupt.“ Außerdem gäbe es Museumsabende und die Museumspädagogik mit Projekttagen für Schulklassen. Jueg erwähnt außerdem die sechstgrößte naturwissenschaftliche Sammlung von ganz MV, die es im Natureum gibt. Im gesamten Bundesland seien es 18, sagt er.

Am Sonnabendnachmittag ins Natureum gekommen ist Kati Hoeft aus Pätow-Steegen bei Hagenow. Sie zeichnet mit Leidenschaft Tiere und Pflanzen – und das bereits seit rund 20 Jahren. „Zum Einen fasziniert mich die Natur“, sagt sie. „Zum Anderen möchte ich den Menschen, vor allem den Kindern, die Pflanzen- und Tierwelt näher bringen. Ihr Interesse an faszinierenden Details wecken. „Viele Kinder kennen die einzelnen Vogelarten gar nicht mehr“, nennt sie ein Beispiel. Kati Hoefts Karten mit den gezeichneten Pflanzen- und Tiermotiven sind ab sofort im Natureum erhältlich. In Kontakt zu der Ludwigsluster Einrichtung ist sie auf einem Weihnachtsmarkt gekommen, wo sie ihre Arbeiten ausgestellt hatte. Sie hat damit das Interesse der Ludwigsluster Naturforscher geweckt.

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