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Dömitz: Winterschäden auf den Straßen : Flickwerk häufigste Lösung

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Der Frost der vergangenen Wintermonate hat viele Straßen im Amt Dömitz-Malliß in Holperstrecken verwandelt. Die Gemeinden wissen sich kaum Rat, um Winterschäden auf den Straßen auszumerzen.

svz.de von
erstellt am 04.Apr.2013 | 09:53 Uhr

Dömitz | Der Frost der vergangenen Wintermonate hat viele gemeindeeigene Straßen im Amt Dömitz-Malliß in Holperstrecken verwandelt. Große Asphaltstücke fehlen in den Fahrbahnen, auch müssen zentimetertiefe Löcher für viele Euro ausgebessert werden. Geld, das in den gemeindlichen Haushalten nicht überall in der Größenordnung eingeplant ist.

Die Straßenschäden für die Stadt Dömitz oder die Gemeinde Neu Kaliß werden erst in den kommenden Tagen aufgenommen, heißt es von Stadt-Bürgermeisterin Renate Vollbrecht und Burkhard Thees für die Gemeinde Neu Kaliß. "Auf alle Fälle aber müssen wir Geld in die Hand nehmen und Firmen beauftragen, um die Frostschäden beispielsweise für den Ring "Marktstraße" am Einkaufszentrum "Köp in" in Neu Kaliß wegzubekommen", weiß der Bürgermeister einer durch Steuereinnahmen gut ausgestatteten Gemeinde schon jetzt.

Die finanziellen Voraussetzungen, um Winterschäden auszumerzen, sind hingegen in den Nachbargemeinden Karenz und Malk Göhren deutlich ungünstiger als in Neu Kaliß. Bürgermeister Willfried Pagung aus Karenz würde es freuen, wenn die Landesregierung ein Förderprogramm "Winterschäden" auflegen würde, meinte er durchaus ernst im Gespräch mit der SVZ. Doch da ist der Wunsch Vater des Gedankens, weiß Pagung nur zu genau. Die Gemeindevertreter sind aber einer Meinung, dass die Fahrbahndecke der viel befahrenen Dorfstraße komplett zu erneuern ist. In Karenz ist man gewillt dazu, aber Bürgermeister Pagung erklärt auch: "Wir haben einen schuldenfreien Haushalt. Das soll so lange bleiben, als irgend möglich. Mit Kassenkrediten wird keine Deckschicht erneuert. Dann muss eben weiter geflickt werden!" Der Standpunkt Pagungs leuchtet ein, denn die kleine Gemeinde verfügt über keine nennenswerten Steuereinnahmen, konnte bislang mit dem, über das die Gemeinde verfügen konnte, haushalten. Das galt auch für die veranschlagten Ausgaben fürs Streuen und Räumen. Trotz Eis und Schnee bis in den Frühling hinein, mussten nur rund 500 Euro mehr ausgegeben werden, hieß es vom Bürgermeister.

Amtskollege Siegmund Holter aus der Gemeinde Malk Göhren kennt die Umstände, mit Kassenkrediten leben zu müssen, bleibt trotzdem gelassen. Die gemeindeeigene Straße nach Liepe bereitet ihm nach dem Winter aber schon große Sorge. "Wenn nötig, bleibt der Gemeinde keine Wahl, als das Flicken über einen neuerlichen Kassenkredit zu realisieren", so Holter. Ihm ist aber auch bewusst, dass das Übel so nicht an der Wurzel gepackt werden kann.

Für die Einwohner von Malliß hofft Bürgermeisterin Brigitte Gäth, dass die marode Bundesstraße 191 durch den Ort vom Landesstraßenbauamt in aller nächster Zeit in Angriff genommen wird. Für die Gemeindestraßen und Wege werde es eine Lösung geben, die sicherlich nicht zufrieden stellen kann. So müssten in der Ortschaft Bockup gleich mehrere Straßen und Wege wieder hergerichtet werden. Da wird die Gemeindevertretung schauen müssen, wie eine Lösung aussehen kann, blickt Gäth auf die Haushaltsentwicklung in die Zukunft. Auch in der Gemeinde Grebs-Menkendorf werden die Winterschäden der Straßen durch Flicken behoben, wie Bürgermeister Detlef Schranck informierte. Dort haben insbesondere alte, mitgenommene Fahrbahndecken gelitten.

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