Brenz : Fleißiger Klapperstorch in Brenz

Diese Brenzer Muttis bekamen 2013 Nachwuchs: Karina Stahnke mit Baby Luna Roxana, Anita Leitmann mit Emmi, Silvana Schliem mit Frida und Daniela Krüger mit Elisabeth (v.l.n.r.) Fotos: privat/muen
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Diese Brenzer Muttis bekamen 2013 Nachwuchs: Karina Stahnke mit Baby Luna Roxana, Anita Leitmann mit Emmi, Silvana Schliem mit Frida und Daniela Krüger mit Elisabeth (v.l.n.r.) Fotos: privat/muen

Gemeinde will im kommenden Jahr einen Beobachtungsplatz für Adebar einrichten / Storchenpaar soll für Nachwuchs und Touristen sorgen

svz.de von
31. Dezember 2013, 07:00 Uhr

Bürgermeister Henry Topp ist stolz auf sein Dorf. Nicht zuletzt deshalb, weil Brenz ein recht junges Dorf ist. Jedenfalls, wenn man das Alter der Einwohner nimmt. Immerhin sind von den 540 Brenzern 13 jünger als 3 Jahre. Weitere 18 sind 3 bis 5 Jahre jung und 48 Einwohner sind im Alter von 6 bis 17 Jahren. Allein in diesem Jahr erblickten vier Babys das Licht der Welt und senken den Altersdurchschnitt in der Gemeinde.

Im Dorf will man diesen Trend natürlich fortsetzen. „Wir wollen, dass der Klapperstorch sich bei uns heimisch fühlt“, schmunzelt Bürgermeister Topp, „und uns weiteren Nachwuchs schenkt.“ Das kann durchaus im doppelten Sinne aufgefasst werden. Denn in Brenz gibt’s tatsächlich den Klapperstorch. Oder richtiger: ein Storchenpaar.

Bereits 2012 stimmte die Gemeindevertretung dafür, in Brenz einen Platz einzurichten, von dem aus die Störche beobachtet werden können (SVZ berichtete). Die haben ihr Domizil seit vielen Jahren auf dem Schornstein des Dorfgemeinschaftshauses, der Alten Schule. 2014 nun soll es endlich losgehen. In den Außenanlagen der Alten Schule, so der Plan, sollen Schautafeln aufgestellt werden, die über das Leben der Brenzer Störche informieren.

Der vorgesehene Storchenrastplatz soll neben Infotafeln unter anderem auch eine Tränke und einen Fahrradrastplatz beherbergen. Sitzgelegenheiten, Schattenspender, ein Springbrunnen und ein Stromanschluss sollen zum Verweilen einladen. Möglicherweise könnte auch eine Webcam zur Beobachtung der Störche an der Alten Schule eingerichtet werden.

Bürgermeister Topp: „Im Sommer 2012 gab es bei unseren Störchen erstmals nach mehreren Jahren wieder Nachwuchs. Ein gutes Omen für uns...“ Stimmt ganz offenbar, wenn man die Geburtenzahl in Brenz 2013 betrachtet. Doch Henry Topp sieht noch einen weiteren Grund für Optimismus. Und der ist ganz real. Denn die Brenzer Klapperstörche sollen nicht nur für Nachwuchs sorgen, sondern auch für Touristen. „Eine solche Beobachtungsstation könnte unserem Dorf zahlreiche Besucher bescheren, die per Fahrrad oder Bus zu uns kommen und die Störche beobachten wollen“, hofft Topp. „Dafür müssen wir auch eine entsprechende Infrastruktur gestalten.“

Auch in dieser Hinsicht ist man in Brenz auf dem besten Weg. So wird gegenwärtig die B 191, die durch das Dorf führt, vollständig saniert. Am Fahrbahnrand entsteht dabei ein kombinierter Geh- und Radweg. Zur Infrastruktur gehört auch, dafür zu sorgen, dass Brenz für Menschen ein Ort ist, in dem es sich zu wohnen lohnt. Hier scheinen die Brenzer ebenfalls auf einem guten Weg zu sein: Im zu Ende gehenden Jahr wurden im Dorf drei Eigenheime gebaut. Jetzt hofft Bürgermeister Henry Topp, dass die Brenzer Störche auch im kommenden Jahr ihren Horst auf dem Schornstein an der Alten Schule in Besitz nehmen. Und für möglichst viel Nachwuchs in der Gemeinde sorgen.

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