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Ludwigsluster Tageblatt

23. November 2017 | 03:02 Uhr

Fischbecker Flutopfern direkt helfen

vom

svz.de von
erstellt am 01.Jul.2013 | 02:53 Uhr

Heiddorf | Nach dem jüngsten Jahrhunderthochwasser folgt die Spendenflut. Zur Fluthelfer-Dankesparty am vergangenen Freitag auf dem Reiterplatz in Heiddorf ließ Amtsvorsteher Burkhard Thees gegenüber den gut 3000 Besuchern der nur in einer Woche exzellent auf die Beine gestellten Feier seiner Freude über die 5000 Euro-Spende vom heimischen Unternehmen "Spezialpapier Neu Kaliß" freien Lauf. Die nächsten 765 Euro hatten das Ensemble vom "Tanzstudio Hagenow" mit im Gepäck. Sie glänzten bereits vorher auf der Show-Bühne der Ostseewelle mit gut anzusehenden Choreografien. Wermutstropfen der Veranstaltung war die Androhung eines Anrufers beim Radiosender .

Die gesamten Spenden bleiben allerdings nicht im Amt Dömitz-Malliß, wo die jüngste Jahrhundertflut erfolgreich abgewehrt werden konnte. Amtsvorsteher Thees und die Dömitzer Bürgermeisterin Renate Vollbrecht werden mit einer Delegation zu den Menschen in die immer noch durch den Deichbruch vom Wasser, Schlamm und Mücken gebeutelte Region Fischbeck fahren und dort direkt alle Spenden übergeben. "Wir wissen, dass der Deichbruch in Fischbeck uns vor noch gefahrvolleren Hochwassertagen bewahrt hat. Wir alle sind mit den Herzen bei den Betroffenen. Wir alle wollen solch ein Hochwasser nie mehr erleben", rief die Bürgermeisterin in die Menge und erhielt dafür einen Riesenapplaus.

Für alle Helfer stellvertretend dankten Thees und Vollbrecht den Helfern Enrico Frenz, Frank Allers, Volker Bach, Axel Geber und Fred Neumann. Sein Name fiel ebenfalls: Walter Klamann. Der Fachmann vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt war geschätzter Berater des Katastrophenstabes. "Wie Klamann war jeder hinbeorderte oder freiwillige Helfer ein wichtiger Baustein in der Abwehr dieses bis zuletzt nicht kalkulierbaren Hochwassers", wollte Thees niemanden dieser großen Kraftanstrengung vergessen haben. Ohne freiwillige Helfer und Sponsoren ging es auch Freitag auf dem Reiterplatz nicht. Stundenlang wurden Würstchen gegrillt, Freibier ausgeschenkt und für Sicherheit garantiert. Es blieb alles friedlich. Dazu trugen auch die für diese Dankesfeier bestens vom kostenlos unterstützenden Radiosender ausgesuchten Musiker bei. Das LEB-Projekt konnte nur als Duo die Helferhymne präsentieren, doch vor der Bühne wurde mitgesungen. Die CD fand reißenden Absatz. Der Comedian Kevin blieb nicht immer oberhalb der Gag-Gürtellinie, dafür heizte die Lübtheener Band "Urtyp" dann prächtig ein, bevor "Die Schlagermafia" und Ballermann-Gesangsstar "Vollker Racho" im Nonstop-Tempo Stimmungslieder in die Menge peitschten.

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