Ludwigslust : Feuerwehrmänner jagen Fahrraddiebe

Die Polizei hat die beiden anderen gestohlenen Fahrräder sichergestellt.
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Die Polizei hat die beiden anderen gestohlenen Fahrräder sichergestellt.

Nächtliche Verfolgungsjagd in der Ludwigsluster Region / Ständiger Kontakt mit der Polizei / Beamte ermitteln zwei mutmaßliche Gauner

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11. Dezember 2013, 07:00 Uhr

Das ist eine aufregende Nacht für den Ludwigsluster Feuerwehrmann Maik Kätelhön. Durch sein und das besonnene Handeln seines Kumpels Sören Mengdehl kann die Polizei in der Nacht zum Dienstag zwei mutmaßliche Fahrraddiebe stellen. Polizeisprecher Klaus Wiechmann bestätigt das.

„Um ca. 23.30 Uhr bin ich ins Bett gegangen. Etwa zehn Minuten später hörte ich draußen komische Geräusche, was mich um diese Uhrzeit wunderte. Darauf ihn bin ich gleich aus dem Bett gesprungen, um rauszugucken. Da habe ich gesehen, dass mein Fahrrad nicht mehr da stand. Ich habe ihn noch gesehen, es war ein Mann, schwarz angezogen und hatte ’ne Kapuze überm Kopf“, schildert Maik Kätelhön. Er wählt sofort den Notruf von der Polizei 110, schildert schnell den Vorfall und läuft los in Richtung Feuerwehr an der Bauernallee, um den mutmaßlichen Dieb zu finden. „Auf dem Weg kamen mir zwei junge Männer entgegen, die sich sehr komisch verhalten haben. Ich rief zur Unterstützung meinen Kumpel an, der auch gleich kam. Dann haben wir mit dem Auto weiter gesucht“, erzählt der mutige junge Mann weiter. „Wir sind weiter rum gefahren, da stand der eine Mann, den ich vorher schon gesehen hatte, an der Straße. Der Andere kam mit einen Damenrad zurück. Wir wollten die Zwei zu Fuß weiter beobachten, sie stiegen aber in einen weißen Transporter.“

Die zwei Zeugen fahren mit ihrem Ford Fiesta hinterher und teilten zwischendurch ihren Standort der Polizei mit. Der Transporter sei ohne Licht und mit hohem Tempo davon gefahren, erinnert sich Maik Kätelhön. An der Tankstelle Eldena schließlich übernimmt die Polizei das Zepter. Sprecher Klaus Wiechmann schildert am Dienstag den Fluchtweg des Transporters: Aus Ludwigslust heraus über die B 5, dann in Richtung Karstädt auf die B 191 weiter in Richtung Dömitz.

Beamte kontrollieren den weißen Transporter. Auf der Ladefläche befindet sich allerdings nichts anderes als ein bisschen Sperrmüll. Die Polizisten nehmen aber die Personalien der beiden Männer auf. Sie sind aus dem Ausland.

Bei den beiden beherzten Feuerwehrmännern ist die Enttäuschung groß, weil das Auto leer war. „Wir fuhren nach Hause, haben aber beschlossen, noch mal die Gegend abzufahren und in Ludwigslust bei der Feuerwehr auf dem Sandparkplatz, wo der weiße Transporter losgefahren ist, nachzuschauen. Da standen tatsächlich mein Fahrrad und zwei andere“, so Maik Kätelhön. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um ein blau-silbernes 28er Damenfahrrad „Conquest Performance“ mit weißem Korb hinten sowie ein blaues 26er Mountainbike der Marke „Konbike“. Klaus Wiechmann lobt das umsichtige Handeln der Ludwigsluster Feuerwehrkameraden, wodurch nun zwei Tatverdächtige namentlich ermittelt werden konnten.

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