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Ludwigslust : Feuerwehr-Fusion: Parchim kapituliert

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Spitze des Kreisfeuerwehrverbands Parchim will sich nicht mehr an Fusionsverhandlungen mit Ludwigslustern beteiligen /Fusionstermin am 25. April steht

von
erstellt am 04.Apr.2014 | 09:30 Uhr

Paukenschlag aus Parchim: Nachdem der Ludwigsluster Kreisfeuerwehrverband die Weichen für eine Fusion mit den Parchimern gestellt hat (wir berichteten), eine Parität der Gründungsversammlung aber ablehnte, „kapituliert“ jetzt die Parchimer Spitze und zieht sich aus den Vorbereitungen zurück. Vor allem die Kreisverwaltung werde von den Blauröcken für den Scherbenhaufen verantwortlich gemacht.

Die Mehrheit der Führung des Parchimer Verbands um den Vorsitzenden Dietmar Arendt und die gewählte Verhandlungsgruppe hätten erkannt, „dass die Übermacht an Stimmen des Kreisfeuerwehrverbands (KFV) Ludwigslust uns kaum eine Chance der Einflussnahme auf die Abstimmungen in der Gründungsversammlung einräumt“. In einem Brief an alle Mitglieder des KFV Parchim begründet der Vorsitzende die Kapitulation: „Um nicht noch mehr persönliche Energie zu vergeuden, hat die Mehrheit unseres Vorstandes so entschieden.“ Die Verbandsversammlung in Ludwigslust habe gezeigt, „dass man zu keinen Kompromissen uns gegenüber bereit ist“. Mit unserer Zeitung mochte Dietmar Arendt gestern aus persönlichen Gründen nicht mehr über die Sache reden. Sein Amtskollege Heiko Dübel bedauerte gegenüber SVZ, dass es in den Diskussionen jetzt so weit gekommen sei. „Ich bin wirklich unglücklich darüber, in welcher Form hier miteinander gesprochen wird.“ Dübel gehe aber trotzdem weiter davon aus, dass sich beide Verbände Ende April zur Fusionsversammlung treffen. Das bestätigt auch der langjährige Landesbrandmeister Rolf Schomann. „Der Termin für die Gründungsversammlung steht“, sagte er gestern. Der Landrat lädt in seiner Funktion als Aufsichtsbehörde alle Feuerwehren beider ehemaligen Landkreise am 25. April nach Ludwigslust schriftlich ein. Offen ist, ob Wehren, die nicht zur Fusionssitzung kommen, trotzdem Mitglied des neuen Verbandes werden. Mit der Frage befasse sich derzeit noch die Rechtsaufsichtsbehörde.

Auch Rolf Schomann scheiterte bisher als Vermittler zwischen den beiden Kreisverbänden am Hauptknackpunkt, der Augenhöhe. Weil Ludwigslust 153 Wehren, Parchim aber unter hundert zählt, sehen die Parchimer keine Chance, eine Mehrheit für ihre Vorstellungen zu finden. Parität wäre ein hohes Gut für gleiche Startbedingungen gewesen, schreiben die Parchimer.

Der stellvertretende Landrat Wolfgang Schmülling appellierte gestern an alle Wehren, von ihrem Stimmrecht bei der Gründungsversammlung Gebrauch zu machen und jetzt „vernünftig nach vorne zu gucken“.

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