Dambeck : Feuer zerstört Haus in Dambeck

Nach rund zwei Stunden war der Hausbrand in Dambeck gelöscht. Die Drehleiter aus Ludwigslust kam zum Einsatz.
1 von 2
Nach rund zwei Stunden war der Hausbrand in Dambeck gelöscht. Die Drehleiter aus Ludwigslust kam zum Einsatz.

Wehren aus der Umgebung und aus der Prignitz alarmiert / Niemand verletzt, aber hoher Sachschaden / Brandursache noch unklar

23-11367762_23-66107805_1416392155.JPG von
21. August 2015, 16:00 Uhr

Eine Familie in Dambeck unter Schock: In der Nacht zum Freitag hatte ein Feuer ihr Einfamilienhaus in der Dorfstraße zerstört. „Nachbarn haben gesehen, wie sich das Feuer ausbreitete, dann ging alles sehr schnell und der Dachstuhl stand in Flammen.“ Amtswehrführer Bernd Rüsch aus dem Amt Grabow schilderte die ersten Minuten kurz nach der Alarmierung der Einsatzkräfte. „Die Alarmierung erfolgte 3.34 Uhr über die Leitstelle Brandenburg Nordwest“, erzählte der Dambecker Wehrführer Detlef Madaus gestern Mittag am Ort des Geschehens, als Kameraden der Dambecker Wehr noch Brandwache hielten. „Gemeinsam mit uns wurden die Wehren aus der Prignitz, aus Karstädt und Dallmin, sowie die Feuerwehren aus Balow und Brunow zum Brandort gerufen. Auch die Drehleiter aus Ludwigslust wurde angefordert. Wir selbst waren aus Dambeck mit zwölf Feuerwehrleuten im Einsatz, insgesamt waren 44 Einsatzkräfte zur Brandbekämpfung in Dambeck.“

Stunden später bei Tageslicht wird das ganze Ausmaß des Schadens deutlich. Der Dachstuhl ist völlig ausgebrannt. „Wir mussten auch mit Atemschutzgeräten rein“, so Detlef Madaus, der sich per Rückruf bei der Einsatzleitstelle Westmecklenburg meldete. „Als wir eintrafen und auch die Drehleiter vor Ort war, schlugen schon die Flammen aus dem Dach.“

Die Kameraden der eingesetzten Wehren konnten das Feuer nach gut zwei Stunden löschen. 800 Liter Wasser in der Minute gingen auf die Flammen nieder - rund 100  000 Liter wurden in dieser Nacht aus den Hydranten geholt, so Bernd Rüsch.

Unmittelbar nach dem Brandausbruch waren Beamte des Polizeihauptreviers Ludwigslust mit zwei Streifenwagen und auch Ermittler des Kriminaldauerdienstes am Unglücksort. „Wir wurden 3.36 Uhr alarmiert“, so Revierleiter Gilbert Küchler. „Der Brandort ist beschlagnahmt worden, das erfolgte in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft. Der Brandursachenermittler war vor Ort im Einsatz, die Brandursache ist aber zunächst noch unklar“, sagte der Revierleiter. „Da das Feuer sehr plötzlich ausgebrochen ist, könnte der Brand durch einen Verteilerkasten oder etwa im Dachbereich ausgebrochen sein.“ Das Haus, das aus der Zeit um 1890 stammen soll, ist einsturzgefährdet. Der Dambecker Wehrführer schätzt den Verlust auf rund 250  000 Euro - aus seiner Sicht Totalschaden.

Zum Glück wurde bei dem Unglück niemand verletzt, der 40-jährige Hauseigentümer konnte sich selbst retten. Seine Ehefrau und Kinder waren zum Unglückszeitpunkt nicht im Haus - sie waren im Urlaub an der Ostsee. Die Familie hatte sich hier in Dambeck niedergelassen und wollte das Haus umfangreich sanieren - nun traf sie dieser Schicksalsschlag. Wolfgang Kann, Ordnungsamtsleiter des Amtes Grabow, und Bürgermeisterin Ute Müller, die sich auch ein Bild über das Geschehen am Brandort machten, boten dem Hauseigentümer sofort Hilfe an. „Ich habe ihm die Schlüssel für eine Gemeindewohnung gegeben, er soll sie sich anschauen“, so Ute Müller. Und auch das Amt Grabow will der Familie Unterstützung anbieten, so Wolfgang Kann.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen