Neustadt-Glewe : Fetter Sound vom Maya-Thron

Tausende feierten am Sonnabendabend zu den Klängen von DJ Steve Aoki.  Fotos: Nadine Schuldt (3)
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Tausende feierten am Sonnabendabend zu den Klängen von DJ Steve Aoki. Fotos: Nadine Schuldt (3)

20 000 feiern beim Airbeat-One-Festival in Neustadt-Glewe

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20. Juli 2014, 18:46 Uhr

Es ist heiß. Es ist staubig. Es wummert der Bass aus gefühlten 1000 Musikboxen gleichzeitig. Doch für 20 000 junge Erwachsene ist das die perfekte Partyatmosphäre. Sie besuchten in den vergangenen vier Tagen das Airbeat-One-Festival auf einem riesigen Gelände neben dem Feldflugplatz in Neustadt-Glewe. „Alle gehen hier total ab – zumindest auf dem Main-Floor“, sagt Ann-Christin Funck. Die 19-Jährige ist mit Schulfreunden aus Schleswig-Holstein angereist. Sie campen auf der großen Fläche gleich neben dem abgegrenzten Party-Areal. Sie haben sich Freitagabend u.a. Tiësto, den weltbesten DJ in der Szene, angehört. „Romero und Ingrosso waren aber besser“, sagt einer ihrer Schulkumpels.

Auch Gina Leubert und ihr Freund Benjamin Skuthan fanden Tiësto etwas zu soft – ein tolles Erlebnis sei es allemal. Doch die Musik ist für die beiden fast zweitrangig. Wichtiger ist, dass sie bei dem Festival mit ihrer Clique zusammenkommen und eine tolle Zeit verbringen. Vor zwei Jahren hatten sich die beiden bei „Airbeat One“ kennen und lieben gelernt. Vom Festival sind sie begeistert. „Es ist dieses Jahr alles noch besser: Es ist noch größer, noch bessere DJ’s sind da und die Lichttechnik ist im Vergleich zu 2013 nicht zu toppen“, sagt Gina Leubert. Dass es neben den zahllosen Zelten schon ziemlich wüst durch Getränke-, Grill- und Essensverpackungen aussieht, stört sie nicht. Auch mit den vielen lauten und nicht enden wollenden House- und Technoklängen links und rechts neben dem Freundeszelt haben sie keine Probleme. „Es ist wie eine eigene Welt hier, wenn man hierherkommt, weiß man, worauf man sich einlässt“, sagt Gina. Sie will sich mit ihrem Freund am Sonnabendabend DJ Steve Aoki anhören – einer der Stars beim diesjährigen Festival. Viele Besucher des Festivals nutzten auch die Gelegenheit zum Bungee-Jumping.

Doch nicht allen Dance-Fans ging es so gut. „Wir haben doppelt so viele Behandlungen wie 2013“, sagt Beatrice Lehner vom ASB-Sanitätsdienst. Zu viel Alkohol, Schnittwunden an den Füßen und Kreislaufprobleme aufgrund der Hitze sorgten unter anderem für ihren starken Einsatz. Gleich neben ihrem Zelt peitscht der Bass über die verschiedenen Dancefloors.

Rolf Eggert vom Veranstalter „Music Eggert Veranstaltungstechnik“ zieht ein positives Fazit. „Es ist toll, dass wir Weltstars wie Tiësto, der zuvor nicht hier war, zu uns holen konnten“, sagt Eggert. Super sei, dass die Grenze von 20 000 Besuchern geknackt wurde. Das zeige, dass sich die Anstrengungen im Vorfeld gelohnt hätten.

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