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6. Burning Summer-Festival : Festival-Vorbereitung auf Hochtouren

vom

21 Bands werden beim 6. Burning Summer-Festival auf dem Motodrom in Ludwigslust vom 6. bis 8. Juli auf zwei Bühnen zu sehen sein. Auch in diesem Jahr soll es wieder ein voller Erfolg werden.

svz.de von
erstellt am 24.Apr.2012 | 10:54 Uhr

Ludwigslust | Jessica Appelt brennt - für die Musik, für die Idee des "Burning Summer", und dafür, dass das Festival auch in diesem Jahr ein voller Erfolg wird. "Ich kann mich an keinen Tag in den vergangenen Monaten erinnern, an dem ich mich nicht mindestens zwei oder drei Stunden damit beschäftigt habe", sagt die 20-Jährige. Seit Januar engagiert sie sich im Festival-Team des Vereins Jugendkulturnetz, der das Festival veranstaltet. Ein Programm mit 21 Bands auf zwei Bühnen haben die rund 30 jungen Organisatoren zwischen 16 und 30 Jahren für das Festival, das vom 6. bis zum 8. Juli auf dem Motodrom in Ludwigslust stattfindet, auf die Beine gestellt.

Der Headliner des Wochenendes: Die europaweit bekannte Rock-Band "Die Apokalyptischen Reiter". "Das Niveau des Festivals steigt jedes Jahr", freut sich Jessica Appelt. Dennoch, betont sie, gehörten neben musikalischen Größen auch und gerade die kleinen Bands, die Gruppen aus der Umgebung zum Festival. "Wir wollen es auch beibehalten, gerade jungen, unbekannten Bands aus der Umgebung eine Art Sprungbrett zu bieten", erklärt die junge Frau. Musikalisch sei Rock die Hauptrichtung des Festivals. "Aber da gibt es ja auch noch einmal viele Sparten. Bei uns treten ganz verschiedene Künstler auf, von einfachem Deutsch-Rock bis zur Hip-Hop-Schiene von Jonny Mauser." Die Auswahl der Bands erfolge gemeinsam - und nach einem genauen Plan: "Wir hatten insgesamt 60 Bewerbungen. Wir haben uns von jeder Band einen Titel angehört und ein Live-Video angesehen", beschreibt Appelt den Prozess. "Denn oft ist der Unterschied zwischen Live-Auftritt und Aufnahme ja sehr groß. Dann haben die Mitglieder des Booking -Teams die Bands nach einem Punkte-System bewertet Uns geht es ja nicht darum, das auszusuchen, was uns am besten gefällt, sondern was die Gäste hören möchten." In diesem Jahr ist die Auswahl unter anderem auf die russische Ska-Punk-Band Distemper, die Punkrock-Formation Dritte Wahl, die Züricher Gruppe Saalschutz oder die norddeutsche Gruppe Ragnaröek gefallen.

Zwischen 800 und 1000 Besucher kamen im vergangenen Jahr zum "Burning Summer". "Wir gehen auch in diesem Jahr mit einer festen Summe von 750 verkauften Tickets aus", erklärt Appelt. "Diesen Betrag benötigen wir allerdings auch, um unsere Kosten decken zu können." Zudem werde das Festival von Sponsoren unterstützt. "Darauf sind wir dringend angewiesen", so Appelt. Sie begeistert vor allem der Gedanke des Festivals - und wer dahinter steht. "Ich war in den vergangenen beiden Jahren selbst als Besucherin beim ,Burning Summer. Als ich angefangen habe, mich damit zu beschäftigen und herausgefunden habe, dass es nur Jugendliche und junge Erwachsene sind, die das organisieren, fand ich das toll und habe mich gemeldet, um auch mitzumachen. Es gefällt mir, dass es keinen gibt, der viel Geld hat, über uns steht und uns sagt, was wir machen sollen." Stattdessen stecke viel Arbeit, Herzblut und Engagement in dieser Veranstaltung. "Wir kämpfen für das, was wir schaffen wollen. Wir sehen, was wir erreichen können und zeigen, dass wir nicht bloß Jugendliche sind, die rumsitzen und Blödsinn machen. Umso wichtiger ist für uns die Erfahrung, dass von Jahr zu Jahr mehr Besucher kommen und wir von Jahr zu Jahr mehr Lob erhalten."

Wie aufwendig die Organisation nun tatsächlich ist, hätte die junge Frau, die sich im Organisationsteam vorrangig mit Werbung und Öffentlichkeitsarbeit befasst, dennoch nicht gedacht. "Ich hätte mir definitiv nicht vorgestellt, dass so viel dahinter steckt", erzählt sie und lacht. "Aber ich habe kein Problem damit, neben meinem Acht-Stunden-Arbeitstag täglich noch einmal drei Stunden für die Organisation aufzubringen." Denn die 20-Jährige weiß ganz genau, wofür sie all das tut.

"Das besondere am ,Burning Summer ist zum einen die Möglichkeit, junge Bands zu unterstützen, die man viel mehr wertschätzen sollte. Zum anderen aber auch die Stimmung auf dem Motodrom. Alles ist ein bisschen lockerer. Man wird nicht blöd angeguckt, weil man ein anderes T-Shirt trägt. Und wenn jemand hinfällt, sind sofort 20 Leute zur Stelle, die ihm aufhelfen. " Appelt weiß: Die heiße Phase der Vorbereitung kommt erst noch. Aber sie ist überzeugt: Das Burning Summer-Festival 2012 wird auch in diesem Jahr etwas ganz besonderes sein. "Denn die Musik und die Stimmung zusammen, das ist einfach toll."

Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Weitere Informationen im Internet unter www.burning-summer-festival.de.

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