Ludwigslust : Favorit und Wanderer als Blickfang

Die Mitglieder des SR-Oldie-Clubs Karstädt und Wolfgang Schmülling (M.) eröffneten im Foyer der Kreisverwaltung eine Ausstellung historischer Zweiräder.
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Die Mitglieder des SR-Oldie-Clubs Karstädt und Wolfgang Schmülling (M.) eröffneten im Foyer der Kreisverwaltung eine Ausstellung historischer Zweiräder.

SR-Oldie-Club Karstädt zeigt im Foyer des Landratsamtes Ludwigslust bis Ende Februar besondere historische Zweiräder

svz.de von
03. Februar 2018, 07:00 Uhr

Favorit, Wanderer, Express, Meister und Panther – sie alle tragen klangvolle Namen, die Zweiräder, die seit Donnerstagabend im Foyer der Kreisverwaltung Ludwigslust zu sehen sind. Die historischen Mopeds gehören dem SR-Oldie-Club Karstädt, der die Exponate bis Ende des Monats der Öffentlichkeit präsentieren wird. „Ausgestellt haben wir hier Mopeds aus den Baujahren 1936 bis 1952“, war von Mitorganisator Dieter Ziggel zu hören. Er ist sozusagen der technische Allrounder des Clubs, wie von Wolfgang Schmülling, dem 1. Stellvertreter des Landrates, bei der Eröffnung der Schau zu hören war. „Und diese Exposition ist eine besondere: Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des SR-Oldie-Clubs Karstädt wollen wir heute ein relativ neues Kapitel aus der Arbeit unserer Clubmitglieder vorstellen“, sagte Clubvorsitzender Hans-Joachim Roddeck gegenüber SVZ. Bisher hatte sich die Clubarbeit überwiegend um Zweiräder und Mopeds der Firma Simson Suhl gedreht. Im Mittelpunkt der aktuellen Ausstellung stehen nun Zweiräder, die vor allem eins gemeinsam haben: Sie alle fahren mit dem legendären 98er-Motor der Firma Fichtel & Sachs aus der Zeit von 1932 bis 1958. Über 230 Hersteller inner- und außerhalb Deutschlands bauten diesen Motor in ihre Fahrzeuge ein.

Liebevoll restaurierte Mopeds zogen die Blicke auf sich.
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Liebevoll restaurierte Mopeds zogen die Blicke auf sich.
Dieter Ziggel konnte zu den einzelnen Modellen, die liebevoll aufgebaut wurden und natürlich auch noch voll fahrtüchtig sind, viele Episoden erzählen. Und zeigte dabei auch einen „Scheunenfund“, ein Moped der Marke „Victoria“ , Baujahr 1940, das die Karstädter wieder aufbauen wollen. All die hier gezeigten Modelle, die schon zur Eröffnung im Foyer zahlreiche Besucher anlockten, lassen nur erahnen, welch ein immenser Aufwand an Zeit, technischer Erfahrung, Organisation und Finanzen in jedem hier zu bestaunenden Fahrzeug steckt. „Das ist echte Liebe zum Erhalt der Zweiräder für die Gegenwart und Zukunft. Und die hier ausgelegten drei Bände der Clubchronik sowie die Pokale sind ein sehr gutes Zeugnis für die Arbeit aller Mitglieder des Clubs in den zwanzig Jahren des Bestehens“, fand Wolfgang Schmülling für das Engagement der Karstädter lobende Worte. Hervorzuheben ist an dieser Stelle auch die umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit des Clubs wie Jugendarbeit, Ausstellungen, Projekte und Oldtimertreffen. Ein solches wird im Jubiläumsjahr am 1. Juli am Gemeindehaus in Karstädt stattfinden und darauf freut sich auch Bürgermeisterin Kriemhilde Franck schon. „Dieses Ereignis zieht immer viele Besucher aus nah und fern an und ist auch ein Aushängeschild für gesellschaftliches Engagement in unserer Gemeinde.“ Und dann gibt es ja noch die große Feier zur Gründung des Clubs, die am 22. September stattfinden wird.
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