Fauna wie Flora in Wort und Bild

Frank Hermann und Gerd Schriefer zeigen den  Bildband, der bis auf wenige Exemplare bereits vergriffen ist.
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Frank Hermann und Gerd Schriefer zeigen den Bildband, der bis auf wenige Exemplare bereits vergriffen ist.

Förderverein Biosphäre Schaalsee e. V. plant für 2015 einen neuen Bildband / Knapp 4000 Exemplare wurden seit 1998 verkauft

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04. März 2014, 12:48 Uhr

„Von dem Bildband haben wir 1998 rund 3000 Stück in Deutsch und 1000 Stück in Englisch drucken lassen. Bis auf wenige Exemplare in Englisch, sind die anderen bereits alle vergriffen“, berichtet Gerd Schriefer. Der 54-Jährige ist seit 1994 Geschäftsführer des Fördervereins Biosphäre Schaalsee e. V. Das ist eine rührige Truppe von 79 Mitstreitern plus 103 Fördermitgliedern. Sie stammen aus den Orten zwischen Rehna und Hagenow ebenso wie aus dem Großraum Hamburg, Niedersachsen, Köln und Bonn. Und seien bekennende Liebhaber einer unbebauten Natur, sauberen Luft, klaren Wassers sowie einer Fauna und Flora, die noch in Stille, ohne Lärm, zu erleben wäre. Ihr Bestreben: die noch sehr natürliche wie bezaubernde Landschaft auch für künftige Generationen zu bewahren. Kernstück ist der 71,5 Meter tiefe Schaalsee.

„Derzeit erarbeiten wir deshalb ein Konzept für einen neuen Bildband, der 2015 herauskommen soll und etwa 150 Seiten haben wird“, berichtet Schriefer weiter. Dabei gäbe es die Überlegung, das neue Werk gleich zweisprachig zu gestalten, was die Kosten minimiere.

„Gerade in Hinblick auf das 15-jährige Jubiläum des Biosphärenreservates, das im kommenden Jahr ansteht, wäre das Buch ein lohnender Aufwand“, sagt Frank Hermann, seit 1999 Projektkoordinator im Förderverein. Dann berichtet der 44-Jährige zusammen mit Gerd Schriefer über den Neubau eines Besucherhochstandes in der Neukirchener Niederung, der ab Frühjahr beginnen soll.

„Dem Gelände angepasst, wird das nahe der Gemeinde Neuenkirchen eine Besucherplattform, die Einblicke in dieses große Renaturierungsprojekt gewähren soll. Durch das Überschwemmungsgebiet können dort unter anderem Kraniche und Silberreiher beobachtet werden.“

Rund 1600 Euro seien durch Spenden für dieses Vorhaben zusammengekommen, berichtet Schriefer weiter. Der Rest für die insgesamt etwa 20 000 benötigten Euro solle über Stiftungen und Unternehmen eingeworben werden. „Wir wollen was Haltbares bauen, das nicht überdacht sein wird. Die Zuwegung wird derzeit schon durch Ranger des Amtes für das Biosphärenreservat Schaalsee hergestellt, begleitet durch eine Heckenpflanzung. Denn die Besucher sollen ja geschützt und ungesehen an den Ausguck gelangen. Die Baugenehmigungsphase ist derzeit bereits am laufen.“

Der Förderverein arbeite mit sehr vielen engagierten Partnern in der Region zusammen, betont Schriefer. Die Arbeitsfelder seien der Arten- und Biotopschutz, die umweltschonende Regionalentwicklung, die Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Projekte seien unter anderem der Biosphäre-Schaalsee-Markt, die KinderFerienSpaß-Biosphäre, das Theater im Pahlhuus (TiP), das Gut-Drauf-Wochenende für Jugendliche, die See-Pferd-Tour, diverse Renaturierungen von Flächen und der Umbau von ehemaligen Trafohäuschen zu Artenschutzstationen.


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