Dömitz : Faszinierendes Leben am Fluss

Oliver Ulmer aus Bergedorf führt bei der Eröffnung durch die Ausstellung im Zeughaus der Festung Dömitz.
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Oliver Ulmer aus Bergedorf führt bei der Eröffnung durch die Ausstellung im Zeughaus der Festung Dömitz.

Eine Ausstellung zeigt detaillierte Einblicke in Flora und Fauna sowie das Leben der Menschen in der Stromlandschaft an der Elbe.

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03. Mai 2017, 21:00 Uhr

Ein Seeadler segelt majestätisch durch die Luft. Neugierig taucht ein Biber auf und beobachtet argwöhnisch, wer sich da in seinem Revier zu schaffen macht. Ein riesiger Pulk von 5000 Blässgänsen erhebt sich wie auf Kommando und fliegt davon. Eine Bekassine steht im Rohr und sucht nach Beute. Erde an ihrem Schnabel verrät, dass sie im Morast gestochert hat. Auf einer Blume sitzt ein Distelfalter und präsentiert dem Betrachter sein buntes Gesicht mit den charakteristischen Facettenaugen. Landwirt Hans-Jürgen Niederhoff aus der Sudeniederung streicht liebevoll über den Kopf eines Konik. Er züchtet diese Ponyrasse aus dem osteuropäischen Raum.

All das sind Streiflichter aus einer Multivisionsshow über das Leben am Fluss Elbe. Die beiden Naturfotografen Thomas Lerch (Salzgitter) und Oliver Ulmer (Bergedorf) haben sie mit passender Musik unterlegt und damit einen Schlüssel geschaffen, der dem Betrachter das Herz öffnet. „Ich bin ganz begeistert“, sagt Ulrike Müller vom Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe, als die 25-Minuten-Show zu Ende ist. Die Bilder sind ein Ausschnitt und ein Einstieg in die Fotoausstellung im Zeughaus der Festung Dömitz.

Noch bis Mitte Oktober sind 23 teils großformatige Aufnahmen zu sehen, die auch in der Multivisionsshow vorkommen. Die ist im Übrigen 83 Minuten lang. Doch wer den Eröffnungsausschnitt gesehen hat, wird erahnen können, das die Zeit nicht lang wird, die vollständige Ausgabe zu schauen. „Unser Anliegen ist es, die Flusslandschaft an der Elbe bekannter zu machen“, erklärt Ulrike Müller. Lerch und Ulmer haben über mehrere Jahre die Flusslandschaft von Sachsen-Anhalt bis Schleswig-Holstein porträtiert.

„Unser Hauptanliegen ist es, die Faszination der Natur zu zeigen und die Menschen zu animieren, diese auch zu erhalten“, unterstreicht Oliver Ulmer. Ursprünglich sollte nur eine Multivisionsshow über das Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe“ entstehen. Die Ausstellung im Erdgeschoss des Zeughauses ist erst daneben entstanden. Die Bilder zeigen das Spektrum des Lebens am Fluss.

Lerch und Ulmer präsentieren beeindruckende Aufnahmen von den vielfältigen Landschaftsformen, von wunderschönen Pflanzen und faszinierenden Tieren bis hin zu den Menschen, die in dieser einmaligen Flusslandschaft Elbe von Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein leben. Das mehrjährige Fotoprojekt entstand in Zusammenarbeit mit den Schutzgebietsverwaltungen des länderübergreifenden Unesco-Biosphärenreservates. Dieses repräsentiert eine der letzten naturnahen Stromlandschaften Mitteleuropas.

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