Granzin : Fast bereit für das große Treffen

Eine von vielen Sitzungen: Meike Helbig, Detlef Dose und Klaus Krafczyk besprechen den Stand der Vorbereitung für das große Treffen der Wachtelhundfreunde im Mai in Klink.
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Eine von vielen Sitzungen: Meike Helbig, Detlef Dose und Klaus Krafczyk besprechen den Stand der Vorbereitung für das große Treffen der Wachtelhundfreunde im Mai in Klink.

Die Mecklenburger Freunde des Wachtelhundes sind in diesem Jahr Gastgeber für das große Deutschlandtreffen ihrer Hunderasse

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10. Februar 2014, 07:00 Uhr

Das kommt nur einmal, diese Chance gibt es nicht so schnell wieder. Die kleine Landesgruppe MV des Vereins der Deutschen Wachtelhunde steht in diesem Frühjahr vor einer Mammutaufgabe. Sie soll und darf die Hauptversammlung des bundesweit organisierten Vereins ausrichten. Hunderte Gäste aus Deutschland aber auch aus den Nachbarländern und besonders Skandinavien werden vom 8. bis 10. Mai erwartet. Und sehr viele werden ihre Wachtelhunde (Jagdhundrasse) mitbringen, bis zu 150 der reinrassigen und jagdlich geführten Tiere müssen untergebracht werden.

Der Organisationsstab unter der Leitung von Detlef Dose tagt immer wieder in seinem Wohnzimmer in Granzin nahe Hagenow. Seit Monaten geht das schon so. Jetzt beginnt die entscheidende Phase. Mit am Tisch sitzen Meike Helbig aus Greven und Klaus Krafczyk aus Pampow. Sie bilden den Kern der Organisationsgruppe. Tanja Müller aus Basedow gehört zwar auch zum Vorstand der Landesgruppe, doch die Anreise für die sich häufenden Treffen wäre wegen der Entfernung für die Zuchtwartin zu beschwerlich. Vieles muss über das Telefon erledigt werden.

„Schwierig war für uns, ein geeignetes Hotel zu finden, in dem wir so viele Gäste, aber auch die Tiere unterbringen können. Zudem brauchen wir entsprechende Tagungsmöglichkeiten, schließlich geht es um eine ordentliche Hauptversammlung. Und viel Geld darf es auch nicht kosten. Mit unseren 135 Mitgliedern im Land können wir keine großen Sprünge machen“, erklärt Dose, im Hauptberuf Förster bei der Bundesforst.

Das beste Angebot für die mehr als 400 Gäste und 150 Hunde, die erwartet werden, kam schließlich aus Klink an der Müritz. Das Schweriner Angebot der Sport- und Kongresshalle, wo man auch gern hingegangen wäre, war für den Verein nicht bezahlbar. „Das Ganze ist ja nicht nur für die Freunde der Wachtelhunderasse gedacht, sondern auch eine Werbung für das Tourismusland. Unser Verband hat bundesweit 3800 Mitglieder, die stärksten Gruppen gibt es in Süddeutschland. Viele, die zum Treffen kommen, nutzen gleich die Gelegenheit zu einem Kurzurlaub“, wirbt Dose für seine Veranstaltung des Jahres. Hauptversammlungen seines Vereins gibt es nur alle zwei Jahre, die Gastgeberschaft wandert reihum zwischen den Bundesländern. Trotz der Unterstützung, die es vom Verein auch gibt, müssen die Mecklenburger Fans des Wachtelhundes die organisatorische Last des großen Treffens alleine schultern.

Es wird in Klink viele kleinere Treffen und Beratungen geben, Prüfungen werden abgenommen und am 10. Mai ist auch eine große Zuchtschau am Müritz- Hotel geplant, zu der auch Zuschauer willkommen sind.

Das alles wird für eine Hunderasse veranstaltet, die nicht zu Unrecht als Meisterrasse für die selbstständige und vor allem schonende Jagd gilt. „In den umfangreichen Wäldern in Mecklenburg-Vorpommern, wo noch nahezu alle Wildarten vorkommen, hat der Deutsche Wachtelhund ein ideales Einsatzfeld gefunden und überzeugt mit seinen Leistungen bei der Bewirtschaftung und Reduzierung der Wildbestände“, schreibt der Bundesvorsitzende des Vereins Manfred Hartnagel z. B. in seinem Grußwort. Ein Anliegen, das auch Detlef Dose und seinen Jagdfreunden sehr am Herzen liegt. „Der Wachtelhund ist der ideale Hund bei der Jagd, ohne Menschen im Treiben zu haben und ohne das Wild zu sehr zu beunruhigen“, erklärt er. Anders gesagt: Hund und Jäger arbeiten zusammen, wobei der Hund nicht direkt auf das Wild losgeht aber auch nicht locker lässt im Aufspüren. Der Hund jagt selbstständig, wenn denn seine angeborenen Anlagen durch eine entsprechende Ausbildung genutzt werden. Das ist natürlich wieder Sache des Jägers und ein zentraler Punkt der Arbeit im Verein für Deutsche Wachtelhunde.

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