Ludwigslust : Fast 24 Liter in einer Stunde

Patrick Westphals Foto entstand zwischen Warlow und Kummer.    QUELLE: facebook
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Patrick Westphals Foto entstand zwischen Warlow und Kummer. QUELLE: facebook

Stürmische Regengüsse am Wochenende bringen Abkühlung und hinterlassen überschwemmte Wiesen und kleinere Schäden

svz.de von
25. Juni 2016, 16:01 Uhr

Kleiner Aufruf, große Resonanz: Als das Ludwigsluster Tageblatt am Freitagabend auf Facebook die Nachricht zum herannahenden Unwetter postete, dauerte es keine fünf Minuten bis zu den ersten Reaktionen. Leser  sendeten uns zum Teil spektakuläre Fotos von dunklen Wolkenfronten, überschwemmten Hauseinfahrten und  Blitzen am Himmel. Aus Groß Laasch, Eldena, Neustadt-Glewe, Grabow, Ludwigslust, Lübtheen und Kummer erreichten uns Momentaufnahmen von dem Naturschauspiel am Himmel. „Zum Glück ist nichts passiert“, schrieb Cindy Sowada aus Dambeck. 

Uwe Zöfert aus Eldena berichtete von fast 24 Litern Regenwasser, die sein Niederschlagsmesser auf dem Kartoffelacker zwischen 20 und 21 Uhr aufgefangen hatte, bei einer Leserin aus Eldena hatte der Sturm die Hollywoodschaukel mitgerissen.

Alles in allem sei die Region glimpflich bei dem Unwetter davon gekommen, sagt Bodo Thees, Gemeindewehrführer in Ludwigslust. Nur einmal, am Sonnabendmorgen war die Ludwigsluster Feuerwehr in den Grünen Weg am Schlossgarten gerufen worden. Dort war am Parkplatz im Sturm ein schwerer Ast auf ein Auto gefallen. „Wir mussten mit der Drehleiter anrücken, um den Ast zu bergen“, erzählt Thees.  Der Schaden allerdings  hielt sich in Grenzen.  Zu dem Vorfall erreichte SVZ gestern auch ein  Leserbrief. Darin berichtet Hans Kenzler von seinen Bemühungen, die Stadt  zur Fällung   eben dieser Bäume an dem Parkplatz zu bewegen. „Seit zwei Jahren kämpfen wir für die Baumfällung “, so Kenzler.  Erst  vergangene Woche  habe er den Stadtförster  Karl-August Ihde  darauf hingewiesen, dass die sich immer weiter neigenden Bäume  gefährliche nahe  über den  Fahrzeugen hängen. Der Stadtförster schließlich habe ihm dann zugesichert, die Bäume nach dem Parkfest zu fällen. Zu spät, wie sich nun herausstellt, meint Kenzler.

Relativ ruhig blieb das Wochenende  für die Wehren in Grabow und Neustadt-Glewe. Die Dömitzer Wehr hingegen hatte 90 Minuten  zu tun, um die Straße nach Polz befahrbar zu machen. Dort blockierten Äste und umgeknickte Bäume  die Fahrbahn. Zuvor waren die Dömitzer kurz nach dem heftigen Unwetter nach Groß Schmölen gerufen worden. Dort waren aber bereits  die beiden Wehren aus Groß Schmölen und  Kaliß  dabei die Kreisstraße 5 von umgestürzten Bäumen und Ästen zu befreien und wieder passierbar zu machen.  Die Polizei meldete am Abend vier umgestürzte Bäume:  auf der B 5 an der Picheraner Kreuzung, auf der L 04 zwischen Neu- und Alt-Krenzlin, auf der K 68 bei Goldenstädt und auf der K 07 zwischen Gorlosen und Krinitz.

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