Ludwigslust : Fassade aus gelben Klinkern

Jörg Peppel (r.) und Toni Taufmann von der Firma Josl bringen die Bewehrung für die Sohlplatte eines Gebäudes ein.  Fotos: Neumann
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Jörg Peppel (r.) und Toni Taufmann von der Firma Josl bringen die Bewehrung für die Sohlplatte eines Gebäudes ein. Fotos: Neumann

Entscheidung zur Fassadengestaltung der neuen Mehrfamilienhäuser der Vewoba gefallen: Sohlplatte für Gebäude fast fertig

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13. Juni 2016, 21:00 Uhr

Logenplatz für die Bewohner der Neubaublöcke an der Ecke Suhrlandtstraße/Parkstraße: Genau vor ihren Balkonen nehmen drei neue Mehrfamilienhäuser der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Vewoba erste Konturen an. „Die Sohlplatte ist zu zwei Dritteln fertig“, erklärt Bauingenieur Dirk Kaschig, während im Hintergrund Mitarbeiter der Firma Josl aus Spornitz die Bewehrung für den nächsten Abschnitt montieren. „In der 32. Kalenderwoche sollen schon die Kellerwände stehen und auf der Tiefgarage die Decke liegen.“ Das wäre Mitte August.

Die neuen Häuser werden sich deutlich von den Blöcken rundherum unterscheiden. Sie haben nicht nur eine Etage weniger und stehen versetzt zueinander, sie bekommen auch eine Klinkerfassade. „Wir haben uns mit dem Aufsichtsrat für einen gelblichen Klinker entschieden“, erklärt Vewoba-Geschäftsführer Harry Lutzke. „Das Erdgeschoss wird mit schwarzem Klinker und Holz abgesetzt.“

Nicht nur äußerlich, sondern auch in puncto Wohnkomfort bieten die neuen Häuser mehr als die Nachbargebäude. Es wird eine Tiefgarage mit knapp 40 Plätzen geben, Fahrstühle und Abstellräume für Fahrräder, Kinderwagen & Co. zu ebener Erde. Alle Wohnungen – viele davon mit zwei Zimmern und 55 bis 60 Quadratmetern – haben einen Balkon oder eine Terrasse. Noch etwas ungewöhnlich: Die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral. „In allen Wohnungen werden Durchlauferhitzer installiert, die nur das gerade benötigte Wasser erwärmen“, erklärt Harry Lutzke. „Dadurch sind unsere Investitionskosten zwar höher, aber die Mieter sparen bei den Nebenkosten, weil zum Beispiel keine Pumpen für die Zirkulation des Wassers betrieben und keine Legionellen-Tests durchgeführt werden müssen.“ Obwohl die Mieten in den neuen Häusern höher sein werden als im Vewoba-Durchschnitt ist das Interesse da. „Für zehn Wohnungen haben wir schon ernsthafte Interessenten unverbindlich eingetragen.“ Im September 2017 sollen die Mieter einziehen können.

In den Bau der drei Mehrfamilienhäuser an der Findorffstraße investiert die Vewoba jetzt rund 6,5 Millionen Euro. Dabei entstehen deutlich weniger Wohnungen, als 2014 durch den Abriss des Plattenbaus verschwanden. Es ist ein erster Schritt innerhalb des Gesamtprojektes, das den Stadtumbau im Parkviertel und dessen Aufwertung zum Ziel hat. In den kommenden Jahren sollen im Karree zwischen Suhrlandt-, Park-, Findorff- und Celestinostraße alle Plattenbauten abgerissen und insgesamt sieben moderne Mehrfamilienhäuser errichtet werden. Das Haus Suhrlandtstraße 9 bis 15 wird als nächstes der Abrissbirne weichen. Die letzte noch verbliebene Mieterin wird nach Angaben des Vewoba-Geschäftsführers noch in diesem Monat umziehen.

Rund um die Häuser soll es künftig mehr Büsche, Bäume und andere Pflanzen geben. „Wir wollen weniger Stellflächen für Autos und dafür mehr Grün haben“, betont Harry Lutzke. Außerdem soll in der Mitte des Karrees ein Mietertreff entstehen. Für dessen Bau will die Vewoba noch in diesem Jahr Fördermittel beantragen.  

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