„Farbe des Wortes“ in der Stadtkirche

Gemeindepädagoge Hans-Joachim Marschall und Pastorin Katharina Lotz vor dem roten Behang, der u. a. zu Pfingsten und zum Reformationstag den Altar schmückt.
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Gemeindepädagoge Hans-Joachim Marschall und Pastorin Katharina Lotz vor dem roten Behang, der u. a. zu Pfingsten und zum Reformationstag den Altar schmückt.

Gotteshaus in Ludwigslust präsentiert ab Sonntag erstmals in einer Ausstellung alle vorhandenen Altarbehänge gleichzeitig, dazu verschiedene Bibelausgaben

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06. Mai 2017, 09:00 Uhr

Sie erstrahlen in den verschiedensten Farben, und jede Farbe hat ihre Bedeutung: Es ist die „Farbe des Wortes“. So lautet der Titel einer einzigartigen Ausstellung, die ab morgigem Sonntag in der Stadtkirche zu Ludwigslust zu sehen ist.

In dem evangelisch-lutherischen Gotteshaus werden Altarbehänge (Antependien) und Bibeln zu sehen sein, wie es bisher noch nicht der Fall war. Pastorin Katharina Lotz: „Wir präsentieren erstmals alle unsere Altarbehänge gleichzeitig.“ Gewöhnlich ist nämlich immer nur ein Behang auf dem Altar zu sehen – stets jener, der dem Liturgischen Kalender entspricht. „Die verschiedenen Farben am Altar drücken den Charakter des jeweiligen Sonn- oder Feiertages aus“, erklärt Pastorin Lotz.

Wie sie weiter erläutert, sind seit langer Zeit verschiedenfarbige Textilien in den Kirchen gebräuchlich. So ist das Rote Parament beispielsweise zu Pfingsten, am Reformationstag sowie an Gedenktagen der Kirche zu sehen. Rot gilt als Farbe des Feuers oder des Blutes. Weitere lithurgische Farben sind Weiß, Violett, Schwarz und Grün. Wobei die Stadtkirche kein violettes Antependium besitzt. Eine besondere Kostbarkeit ist das weiße Antependium aus der Brautschleppe der Großherzogin Anna, das ebenfalls zu sehen sein wird.

Großen Anteil daran, dass den Besuchern der Ausstellung die Altarbehänge in dieser Art präsentiert werden können, hat die Paramentenwerkstatt im Stift Bethlehem unter Leitung von Christina Ritter. „Dort werden unsere Altarbehänge liebevoll restauriert“, sagt Katharina Lotz.

Zu den Bibeln, die ab Sonntag in der Stadtkirche gezeigt werden, gehören auch verschiedene Ausgaben der Heiligen Schrift, sagt Gemeindepädagoge Hans-Joachim Marschall. Darunter sind auch eine revidierte Luther-Bibel von 1984 und die Neue Ausgabe der Luther-Bibel zum Reformationsjubiläum von 2017. „Für unsere Besucher haben wir eine kleine Leseecke eingerichtet. Hier haben sie Gelegenheit, in der Bibel zu blättern“, so Pastorin Katharina Lotz.

Die Ausstellung wird am morgigen Sonntag zum Gottesdienstes um 10 Uhr eröffnet und ist bis Oktober zu sehen.

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