Grabow : Fachwerkhaus vor Verfall gerettet

Nach der Sanierung im Jahr 2014: Das Fachwerkhaus in der Kirchenstraße in Grabow. Fotos: Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Nach der Sanierung im Jahr 2014: Das Fachwerkhaus in der Kirchenstraße in Grabow. Fotos: Landkreis Ludwigslust-Parchim

Stadt Grabow sanierte Gebäude in der Kirchenstraße 15, um Stadtbild zu erhalten

svz.de von
08. April 2015, 21:00 Uhr

Schon fast 290 Jahre ist es mittlerweile alt und hat somit auch schon einiges miterlebt: Gemeint ist das Fachwerkhaus in der Kirchenstraße 15 in der Grabower Innenstadt. Entstanden nach dem großen Brand im Jahr 1725, wurde das Gebäude bis zur Wende vorwiegend als Wohnhaus genutzt.

Doch dann stand es bis zum Jahr 2012 erst einmal leer, da der Eigentümer keine weitere Verwendung mehr für das Objekt hatte. Der Zustand des Fachwerkhauses verschlechterte sich von Zeit zu Zeit, wie Sabine Pauligk von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim im SVZ-Gespräch mitteilte. Dies änderte sich, als die Stadt Grabow die Initiative ergriffen und das Gebäude vom Eigentümer abgekauft hat.

„Die gesamten Schäden des Hauses waren dann erst nach der Freilegung der Baukonstruktion sichtbar“, erklärt Sabine Pauligk. Baubeginn war der 2. Mai 2013. Das Ausmaß der Sanierung trat nach und nach zum Vorschein: Zum Teil musste die Holzkonstruktion ausgebessert werden, weil diese morsche Stellen enthalten hat; Fenster, Türen und Treppen mussten erneuert oder zum Teil nach dem historischen Vorbild originalgetreu aufgearbeitet werden. Zudem hat ein kaputtes Fallrohr Schäden am Haus durch die fehlende Durchwässerung angerichtet. Und eine Wärmedämmung wurde unter dem Dach angebracht. Zum Fachwerkhaus gehöre noch ein Hinterhaus, das Abstellmöglichkeiten biete. Auch dieses musste an einigen Stellen neu aufgearbeitet werden.

Bezahlt wurden die angefallenen Baukosten für das Gebäude von der Stadt Grabow mit den zur Verfügung stehenden Sanierungsmitteln.

„Die Stadt Grabow hat sich die Erhaltung der Fachwerkhäuser für das Stadtbild auf die Fahnen geschrieben“, erklärt Sabine Pauligk. Sie freue sich als Mitarbeiterin der Denkmalschutzbehörde darüber, dass damit wieder ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude gerettet werden konnte.

Auch der Bedarf an diesen Wohnräumen sei groß, erzählt sie. Schon vor der Fertigstellung des Gebäudes gab es reges Interesse an dem Haus. Im Jahr 2014 wurde das Fachwerkhaus in der Kirchenstraße fertiggestellt. Ursprünglich seien mal zwei Wohnungen in dem Haus geplant gewesen, aber aufgrund der Größe des Wohnraumes wurde sich dann entschieden, das Gebäude als Einfamilienhaus zu vermieten.

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