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Ludwigsluster Tageblatt

17. November 2017 | 18:56 Uhr

Dömitz : Experimente im Labor als Blickfang

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Von Versuchen, Vorführungen bis zum Vorstellen der neuen Bildungsgänge - all das bot der Tag der offenen Tür am Schulzentrum Dömitz

von
erstellt am 26.Jan.2015 | 07:00 Uhr

Jan-Ole bläst mit einem Blasebalg Luft in den Zylinder. Dann gibt es eine Stichflamme, der Versuch mit der Mehlstaubexplosion ist geglückt. „Aber Mehl haben wir nicht genommen, sondern Bärlappsporen, da ist der Erfolg, dass es klappt, noch größer“, so Jan-Ole. Der 16-Jährige führte am Sonnabend zusammen mit Henrik (15) verschiedene Experimente aus der Welt der Chemie vor. Da staunten die großen und kleinen Gäste beim Tag der offenen Tür im Gymnasialen Schulzentrum Dömitz nicht schlecht, als ihnen die beiden Schüler aus der 10a der Regionalen Schule zeigten, wie aus einer Base und einer Säure dann Wasser und Salze entstehen. In der chemischen Reaktion auch gut zu erkennen am Übergang von der Blau- zur Rotfärbung.

Die beiden Jungs hatten Spaß an der Sache, und die drei Stunden, in denen sie ihre Vorführungen präsentierten, vergingen wie im Flug. Doch „Experimentieren in Chemie und Physik“ war nur einer der vielen Angebote, die am Sonnabend von 9 bis 12 Uhr zahlreiche Eltern mit ihren Sprösslingen in das Schulzentrum in der Roggenfelder Straße 30A lockten. Da informierten Lehrer und Schüler über das Produktive Lernen, über das Längere gemeinsame Lernen, stellten die Orientierungsstufe Klasse 5 vor, die Naturwissenschaften zeigten sich im Bereich Biologie mit „Mikroskopieren für Jedermann“, da wurden u.a. Wissenswertes aus dem Bereich Informatik vermittelt und das Fach Hauswirtschaft vorgestellt. „Zu diesem Tag der offenen Tür laden wir jedes Jahr ein“, sagte Evelyn Timmermann, die Leiterin des Gymnasialen Schulzentrums Dömitz. „An diesem Tag haben alle Eltern und Schüler der nächsten Klassen und interessierte Bürgern die Möglichkeit, das Schulzentrum kennenzulernen“, so Evelyn Timmermann, die sich auch über die große Besucherresonanz sehr erfreut zeigte.


Elftklässler boten Führungen an


„Schüler und Lehrer hatten interessante Angebote vorbereitet. Unsere Schüler organisierten Kinderbetreuung, kleinere Kinder konnten die Eltern zum Spielen in die Obhut der Schüler geben.“ In allen Bildungsgängen – Förderschule, Grundschule, Regionale Schule, Produktives Lernen und Gymnasium – gab es Ausstellungen von Unterrichtsmaterialien, Schülerarbeiten und kleine experimentelle Vorführungen. Schüler der 11. Klassen boten Führungen zum Kennenlernen des Schulzentrums an. Für die Eltern und Schüler der zukünftigen 5. und 7. Klassen fand jeweils eine Veranstaltung in der Aula statt. Gudrun Zöhner, die Didaktische Leiterin des Schulzentrums, gab wichtige Hinweise zum Schulbetrieb, zur Fächerwahl, zum Beispiel zur zweiten Fremdsprache, zu Religion und Philosophie. „In Richtung Berufsorientierung wird an unserem Schulzentrum sehr viel gemacht, das wurde auch am Sonnabend in vielen Gesprächen mit den Eltern deutlich“, ergänzt Evelyn Timmermann. Bis zum 27. Februar 2015 muss die verbindliche Anmeldung bei der weiterführenden Schule erfolgt sein.

Im Anschluss an den Tag der offenen Tür hatte sich der Schulverein des Gymnasialen Schulzentrums zur Jahreshauptversammlung eingefunden. Die Mitglieder zogen Bilanz über das Erreichte und berieten über neue Projekte.

Das Profil des Gymnasialen Schulzentrums „Fritz Reuter“ in Dömitz an der Elbe weist in seinem Verbund eine Einzigartigkeit in Mecklenburg-Vorpommern auf: Vier Schulformen - Regionale Schule, Gymnasium, Grundschule und Allgemeine Förderschule - ergeben einzelne Bildungsgänge, deren Zusammenarbeit im Schulalltag für jeden Schüler und jede Schülerin eine individuelle Förderung ermöglicht. Ein neues Angebot, den Schulabschluss zu realisieren, bietet das Produktive Lernen den 14- bis 18-jährigen Schülern, auch aus anderen Schulen des Landkreises Ludwigslust.

Gegenwärtig lernen mehr als 800 Schüler aus den drei Bundesländern Brandenburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern unter der Anleitung von 70 Lehrkräften.

Die Ganztagsschule bietet neben der Cafeteria ein eigenes Mittagessen und am Nachmittag die Hausaufgabenbetreuung durch Fachlehrer an. Es werden sowohl hoch begabte als auch Kinder mit Lernschwierigkeiten besonders gefördert. „Wir haben eine freie Lernzeit eingerichtet, um die Mittagszeit herum, wo die Schüler selbst entscheiden können, ob sie Mittag essen, ob Hausaufgaben machen oder in Lerngemeinschaften arbeiten wollen“, so Evelyn Timmermann.

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