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Ludwigslust : Europas Zukunft im Schlosscafé diskutiert

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier folgte Einladung des SPD-Kreisverbandes Ludwigslust-Parchim

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist ein viel gefragter Mann in diesen Tagen: Nicht nur in der Welt, sondern auch im Wahlkampf. So folgte der Politiker gestern Nachmittag der Einladung des SPD-Kreisverbandes Ludwigslust-Parchim in die Lindenstadt.

Nach einem Spaziergang durch den Ludwigsluster Schlossgarten mit dem Mitglied des Bundestages Frank Junge, dem Landtagsabgeordneten Detlef Müller, dem SPD-Landtagskandidaten Dirk Friedriszik und Bürgermeister Reinhard Mach informierte der Bundesaußenminister die Ludwigsluster rund um das Thema „Perspektive Europa“. Friedriszik begrüßte den Außenminister herzlich und eröffnete die offene Runde im Schlosscafé mit der Frage nach der Zukunft Europas. Steinmeier dankte Müller und Friedriszik für die Einladung und hob das besondere Ambiente des Ludwigsluster Schlosses hervor: „Ich habe in meiner Amtszeit schon deutlich mehr als 1000 Reden gehalten. Doch nie war die Umgebung so imposant wie hier.“ Dass er nicht oft in Ludwigslust sei, sei kein schlechtes Zeichen, sondern viel mehr ein gutes Signal: „Ich bin viel in Krisenregionen unterwegs – in Ludwigslust und Mecklenburg-Vorpommern habe ich keinen Grund zur Sorge.“

Egal ob in Syrien, der Türkei oder auch in Deutschland – die aktuelle politische Situation ist alles andere als entspannt. „Statt panischer Reaktionen und Maßnahmen müssen wir besonnen handeln und für Sicherheit auf allen Ebenen sorgen“, rät Steinmeier den anwesenden Gästen. „Angst ist der wahre Brandsatz in Europa. Unsere wichtigste Aufgabe ist es, den Menschen diese Angst zu nehmen!“, so der Bundesaußenminister weiter.

Im Gedenken an Willy Brandt gelte es laut dem SPD-Spitzenpolitiker auch in der stürmischen Zukunft, den Grundsatz „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“ beizubehalten. Im aktiven Dialog mit den Ludwigslustern stand der Bundespolitiker Rede und Antwort: Auf die Frage von Dr. Gernot Hempelmann, ob „Europa tatsächlich am Dahinbröckeln“ sei, antwortete Steinmeier: „Meiner Meinung nach gibt es drei wichtige Säulen. Am Wichtigsten ist die gemeinsame, europäische Suche nach Lösungen in der Flüchtlingsthematik. Außerdem müssen wir auch beim Terrorismus noch enger und klarer zusammenarbeiten. Und auch auf der wirtschaftlichen Ebene ist eine Vertiefung der Beziehungen meiner Meinung nach nötig.“ Gegen 16 Uhr verließ der Bundesaußenminister dann unter dem Applaus der rund 130 Gäste die Barockstadt in Richtung Landeshauptstadt, um einen weiteren Wahlkampftermin mit Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig in Schwerin wahrzunehmen.

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