VIDEO: „Kleines Fest im großen Park“ : „Es war uns allen ein Vergnügen“

Akrobatik an der Stange - das Publikum staunte.
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Akrobatik an der Stange - das Publikum staunte.

Laue Sommerluft, Kleinkunst auf hohem Niveau, ein wunderschöner Park - das Erfolgsrezept des „Kleinen Fests im großen Park“ in Ludwigslust ist einmal mehr aufgegangen.

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09. August 2015, 16:20 Uhr

Ludwigslust Nach dem wieder einmal in Angebot und Vielfalt überragenden Festival der Kleinkunst im Ludwigsluster Schlosspark gibt es nur noch eine spannende Frage: Wann wird dieses Fest im  nächsten Jahr an beiden Tagen ausverkauft sein. Denn allen, mit denen man auf dem Fest, auf der Schlosswiese, an den vielen Bühnen sprach: Im nächsten Jahr wollen fast alle wieder dabei sein.

Harald Böhlmann, die Seele des Festes und der künstlerische Leiter, könnte im kommenden Jahr alle Künstler noch einmal einladen, es wäre egal. Denn selbst dem ehrgeizigsten Besucher ist es unmöglich, alle Künstler zu erleben. Acht Vorstellungen sind an einem Tag zu schaffen, theoretisch. Praktisch funktioniert das kaum, auch, weil man sich die besten Plätze an den Bühnen im wahrsten Sinne des Wortes erobern muss. Das gilt vor allem für die Publikumslieblinge. Für die gibt es zwei Indizien: Die Menge vor der jeweiligen Bühne, die zum Teil auch eine Stunde Wartezeit lächelnd und entspannt in Kauf nimmt. Und der Applaus spät am Abend, wenn Harald Böhlmann kurz vor dem Feuerwerk die Künstler alle noch einmal vorstellt. Wenn es danach geht, lagen zumindest am ersten Tag die „Black Blues Brothers“ aus Kenia gemeinsam mit Christoph Dompke und Christian Willner mit der Show „Die lustige Emmi und Willnowsky-Show“ vorn, zusammen mit Detlef Wutschik und seiner Handpuppe „Werner Momsen“ oder die Waldameisen vom Theater Pikante.

Doch über Publikumsmangel brauchte sich keiner der Künstler zu beklagen. Über Aufmerksamkeit und Zuspruch wohl auch nicht. Und so konnte der künstlerische Leiter am Abend auch  von völlig begeisterten Künstlern berichten, die den Ruhm des Ludwigsluster Festes weiter in die Welt tragen werden. „Es war uns allen ein Vergnügen“, war dann auch der Abschlusssatz, der trotz seiner jährlichen Wiederholung immer noch am besten auf dieses Fest passt. Denn kaum jemand hetzt von Bühne zu Bühne, von Vorstellung zu Vorstellung. Kleines Fest im großen Park, das ist eine ganz besondere sechsstündige Auszeit von allem. Klar ist aber auch, mehr als 9000 Besucher verträgt das Fest an einem Tag eben nicht. Auf drangvolle Enge, auf Menschenmassen, die mit Campingstühlen und Bollerwagen bewaffnet im dunklen Wald zur nächsten Bühne ziehen, muss man sich einrichten und einlassen.

Nicht wenige versuchen daher, die Zeit maximal zu nutzten. Und so bildeten sich bereits zu Einlassbeginn lange Schlangen gut ausgerüsteter Besucher. Denn bevor es losgeht, ist erst einmal Picknick-Zeit angesagt. Und es ist schon ganz erstaunlich, wie ganze Festtafeln in Windeseile auf der großen Wiese hergerichtet werden. Wer zum Fest kommt, will und kann sich auch entspannen, selbst bei 18000 Besuchern an zwei Tagen.

Besonders auffällig in diesem Jahr, das Publikum ist jünger geworden. Es sind nicht mehr die nur von Kunst und Kultur sowieso begeisterten Älteren, die um die Bühnen lagern. Auch daher muss einem um die Zukunft des Festes nicht bange sein. Die Organisatoren kümmern sich Jahr für Jahr zudem darum, dass neben den „Stammgästen“ wie „Momsen“, der „Clown Frans“ oder der „Weiße Flügel mit der Ballerina“ auch neue Gesichter und Programm auftauchen. Und so heißt es in jedem Jahr, sich auf ein Neues überraschen zu lassen. Nur um die Karten muss man sich zeitig kümmern.

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