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Ludwigsluster Tageblatt

19. Oktober 2017 | 22:21 Uhr

Liepe : „Es war ein grausiger Anblick“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Zwei Hunde fielen auf einer Weide bei Liepe über eine Schafherde her und töteten und verletzten viele Tiere

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2014 | 18:08 Uhr

„Überall lagen tote und verletzte Tiere. Es war ein grausiger Anblick.“ Auch 24 Stunden danach ist Erhard Meyer der Schock noch anzumerken.

Rückblick: Es ist Sonntag gegen 8 Uhr. Wie so oft um diese Zeit ist Meyers Ehefrau, Gabriele Heine-Meyer aus Liepe, an diesem Morgen unterwegs, um ihre Schafherde auf der Weide zu kontrollieren. Der Weg für die Schäferin ist nicht weit, nur etwa 500 Meter von ihrem Grundstück entfernt am Waldrand. Was sie dort sieht, lässt sie erstarren: Zwei Hunde hetzen die Schafe über das etwa fünf Hektar große Weidegelände. Zu diesem Zeitpunkt liegen viele Tiere bereits hilflos oder tot am Boden, andere haben auf ihrer Flucht den Weidezaun durchbrochen.

Gabriele Heine-Meyer gelingt es mit großer Mühe, die beiden Hunde (Golden Retriever) einzufangen und in ihren Lada-Geländewagen zu bringen. Erhard Meyer: „Wir haben sie dann zunächst in unserem Stall eingesperrt.“ Den ganzen Tag über ist das Ehepaar damit beschäftigt, gemeinsam mit Helfern die toten und verletzten Tiere zu bergen. Erhard Meyer: „Unser Hütehund ,Kalle’, ein Border Collie, hat uns geholfen, viele Schafe wieder einzufangen.“

Die traurige Bilanz: Von 54 Schafen der Herde sind zehn tot, mehrere weitere Tiere werden wegen ihrer schweren Verletzungen noch am Sonntag vom Tierarzt eingeschläfert. Am gestrigen Montagvormittag muss Schäferin Heine-Meyer 17 weitere Schafe zur Notschlachtung abtransportieren. Erhard Meyer: „Viele Schafe hatten schwere Bisswunden an Hals und Rücken.“ Er schätzt den finanziellen Schaden auf etwa 4000 Euro. Gestern Nachmittag galten immer noch sieben Tiere als vermisst. Die beiden Hunde verbrachten die Nacht zu Montag in der Treckerhalle der Gemeinde Malk-Göhren, wurden hier mit Fressen versorgt. Den Hundebesitzer aus einem Dorf in der Nähe erwartet jetzt ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstoßes gegen die Hundehalterverordnung Mecklenburg-Vorpommerns. Beide Hunde wurden gestern Mittag heim geholt. Ronny Schult, Fachbereichsleiter Ordnung im Amt Dömitz-Malliß: „Der Hundebesitzer erhält die Möglichkeit, sich zum Vorwurf zu äußern. Danach wird entschieden, ob und in welcher Höhe ein Bußgeld verhängt wird.“

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