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Ludwigsluster Tageblatt

21. November 2017 | 02:03 Uhr

Schafsriss in Liepe : Es war der Wolf

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Nach Schafsriss in Liepe sind sich Gutachter sicher

von
erstellt am 05.Apr.2016 | 20:00 Uhr

Eine Woche nach der Attacke auf eine Schafherde in Liepe bei Malk Göhren hat sich für die Gutachter der Verdacht bestätigt: „Wir sind uns sehr sicher, dass es sich hier um einen oder sogar mehrere Wölfe gehandelt hat“, sagt Kristin Zscheile vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie. Schon kurz nach dem Vorfall hatte ein Gutachter anhand der Verletzungen der getöteten Tiere und den Abdrücken einen Wolfsangriff vermutet.

Für Zscheile sei es nahe liegend, dass das Tier aus dem Lübtheener Wolfsrudel stamme. „Wenn man bedenkt, dass ein Wolf in einer Nacht locker bis zu 30 Kilometer zurücklegen kann.“

Auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes in Lübtheen leben zurzeit zwei Altwölfe und sechs Welpen. Einer der Welpen , „Arno“ trägt seit Oktober vergangenes Jahres einen GPS-Sender. Die bisher empfangenen Peildaten ergaben einen Aktionsradius der Tiere von 350 Quadratkilometern. Seitdem weiß man, dass das Rudel nachts Ausflüge bis zu 40 Kilometer unternimmt. Ob „Arno“ in der fraglichen Nacht in Liepe mit dabei war, kann nicht geklärt werden. „Ausgerechnet für diese Nacht haben wir eine Datenlücke“, sagt Wolfsmanager Norman Stier. Normalerweise sendet das Halsband sechs Mal am Tag. An jenem Tag kam keine einzige Meldung.

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