zur Navigation springen

Öffentliche Toiletten in Ludwigslust : Es riecht, klebt und geht auch daneben

vom

Überall dort, wo Putzdienste täglich mehrmals für die Hygiene auf öffentlichen Toiletten in Ludwigslust, Neustadt-Glewe, Grabow und Dömitz sorgen, bleibt das kleine und große Geschäft eine saubere Angelegenheit.

svz.de von
erstellt am 17.Aug.2012 | 05:56 Uhr

Ludwigslust | Überall dort, wo Putzdienste täglich mehrmals für die Hygiene auf öffentlichen Toiletten in Ludwigslust, Neustadt-Glewe, Grabow und Dömitz sorgen, bleibt das kleine und große Geschäft eine saubere Angelegenheit. Vorbildliche Beispiele dafür fand die SVZ im Verlauf ihrer gestrigen Rundfahrt in den Rathäusern der Städte, auf der Neustädter Burg und im Sanitärzentrum im Grabower Hafen. Das allerdings ist nur bedingt öffentlich, weil die Benutzung eigentlich für Bootstouristen gedacht ist, die nur im nahen Servicepunkt zu bestimmten Öffnungszeiten erst einmal Plastikchips erwerben müssen, um dann das Toilettenhaus benutzen zu können.

Die Rechnung für die öffentliche Toiletten an der Hubbrücke ist für die Stadt Grabow hingegen komplett nicht aufgegangen. Die Münzschlitze bleiben verwaist, denn mit einem sehr kräftigen Ruck ist der Suchende am Ziel. Die Türschlösser wurden immer wieder geknackt, so dass stets kostspielige Reparaturen folgten, informierte Diana Ottoberg aus dem Rathaus. Letztlich ist die Stadt eingeknickt. Dementsprechend sind Klima und Sauberkeit in den beiden Toiletten.

An anderen Orten riecht es auch über Gebühr typisch; mancherorts, wie in der Ludwigsluster Toilettenanlage am Busbahnhof am Alexandrinenplatz klebt der Fußboden, um die Becken haften Tröpfchen wie aus mit der Streubüchse gesät an den Wänden. Und ein Blick in die Becken gibt den Anblick frei auf zig Kaugummis und Zigarettenkippen gleich neben Duftsteinen.

Die SVZ war im Oktober des vergangenen Jahres schon einmal unterwegs, entdeckte ähnliche Zustände. Doch was Mitarbeiter der Straßenmeisterei vor kurzem in der öffentlichen Toilettenanlage am Brückendenkmal in Dömitz wegräumen mussten, das war Ekel erregend und kostete den sicherlich nicht zimperlichen und anpackenden Männern größte Überwindung: ein großer Haufen "Daneben". Gestern war auch wieder Brummifahrer Bernd mit seinem Lkw auf dem Rastplatz an der B 191. Er macht dort auf seiner Tour regelmäßig mehrmals die Woche Rast. Für ihn ist die Sache klar: "Den Dreck hinterlassen die, die nicht noch einmal hier anhalten. Aus den Augen aus dem Sinn. Aber nicht nur wir Brummifahrer sind auf saubere öffentliche Toiletten angewiesen." Und mit Abstrichen können Touristen solche Örtlichkeiten in Dömitz gleich an sechs Standorten vorfinden.

Was hingegen gestern vorbildlich funktionierte, waren die Auskünfte der Bediensteten in den Info-Punkten der jeweiligen Städte. Wer also in besagte Not gerät, dringend aus der Hose zu müssen, und dem noch die Zeit vergönnt ist, bei einer Stadt-Info nachzufragen, der erhält eine schnelle, korrekte und freundliche Auskunft, wohin er sich nun sputen muss. Ja, sonst geht es eben doch in die Hose.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen