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Blievenstorf : „Es ist natürlich schon ein Wagnis“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Andreas Mattern stellt sich am 21. Januar 2018 in Blievenstorf als Kandidat bei der Bürgermeisterwahl

von
erstellt am 08.Dez.2017 | 07:00 Uhr

„Das Interesse an Politik scheint in unserer Familie im Blut zu liegen“, schmunzelt Andreas Mattern. Der 44-Jährige stellt sich am 21. Januar 2018 als einziger Kandidat zur Wahl als Bürgermeister von Blievenstorf. „Mein Vater war CDU-Fraktionsvorsitzender im damaligen Kreistag Teterow und auch mein Opa engagierte sich in der Kommunalpolitik“, so Andreas Mattern.

So ganz ohne Erfahrung ist er aber nicht. Er war 19 Jahre lang Landes- und Kommunalbediensteter, 2014 wählten ihn die Blievenstorfer in die Gemeindevertretung. In der konstituierenden Sitzung wurde Mattern (Wählergruppe Zukunft Blievenstorf) zum stellvertretenden Bürgermeister gewählt. Diese Funktion übte er bis Ende September dieses Jahres aus, als Bürgermeister Hans-Dieter Schult (Die Linke) zurücktrat. Seitdem ist Andreas Mattern amtierender Bürgermeister.

Seit 2008 lebt der gebürtige Rostocker Andreas Mattern in Blievenstorf. Seine Ehefrau Monique lernte er auf seiner damaligen Arbeitsstelle in Schwerin kennen. „Sie stammt aus Neustadt-Glewe und so sind wir nach Blievenstorf gekommen“, sagt Andreas Mattern. Das Paar hat zwei Töchter, fünf und acht Jahre alt.

Abgesehen vom familiären Hintergrund, was bewegt ihn, ein solches Amt übernehmen zu wollen? „Man möchte sich einbringen in die Geschicke der Gemeinde, sie ein Stück weit mit lenken. Und als stellvertretender Bürgermeister bin ich ja auch schon ein bisschen in das Amt hineingewachsen, gerade auch, nachdem Herr Schult seinen Rücktritt angekündigt hatte“, sagt Andreas Mattern. „Dazu kommt, dass mich viele Leute angesprochen haben, von Jugendlichen bis zu Rentnern, und meinten: ,Herr Mattern, machen Sie es doch!’“.

Nur seine Ehefrau war nicht gerade vom Entschluss ihres Mannes begeistert und etwas skeptisch“, verrät Andreas Mattern. „Es ist für mich natürlich schon ein Wagnis, denn immerhin habe ich ja erst eine relativ kurze kommunalpolitische Erfahrung. Ich muss mich umfassend informieren und weiterbilden“, so Bürgermeisterkandidat Mattern. Schon in den vergangenen zwei Monaten, seit er amtierender Bürgermeister ist, habe er deutlich mehr Arbeit und weniger Zeit für die Familie. „Ich bin relativ oft im Amt in Neustadt-Glewe um Dinge zu klären, aber auch um die jeweiligen Sachbearbeiter kennenzulernen. Die Zusammenarbeit mit dem Amt ist aber super“, sagt Andreas Mattern. Sollte er am 21. Januar gewählt werden, sieht er eine Aufgabe darin, gemeinsam mit der Gemeindevertretung einen stabilen Haushalt zu sichern. „Unser Haushalt für 2018 ist ausgeglichen.“ Hinsichtlich der Steuern sagt Andreas Mattern: „Unser Steuersatz liegt knapp unter dem Landesdurchschnitt und so würde ich die Steuern nicht zwingend anfassen. Wir müssen aber andere Einsparmöglichkeiten prüfen.“ Als Beispiel nennt er den für Anfang 2018 geplanten Austausch der Leuchtmittel aller rund 130 Laternen im Dorf. Mit der Umrüstung auf moderne LED-Leuchten können wir jährlich 6000 Euro einsparen. Weil dafür nur die ,Birnen’ ausgetauscht werden, handelt es sich um keine Investition und unsere Einwohner werden finanziell nicht belastet.“ Der Gemeinde stehen zudem zusätzliche Mittel (26 000 Euro) zur Verfügung, die aus vergangenen Grundstücksverkäufen stammen. Das Geld soll für die Umrüstung auf LED-Beleuchtung, aber auch für die Baumpflege verwendet werden.

„Sollte ich gewählt werden, wäre das eine eineinhalbjährige Probezeit“ , so Andreas Mattern mit Blick auf die 2019 fälligen regulären Wahlen. Diese Zeit würde er gerne nutzen, weitere Erfahrungen zu sammeln.

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