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Ludwigsluster Tageblatt

23. August 2017 | 12:09 Uhr

Ludwigslust : „Es geht wieder bergauf“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Kreisdelegiertenversammlung der Volkssolidarität: Renate Karkosch als Vorsitzende wiedergewählt

Der Alte Forsthof in Ludwigslust ist eine bekannte Adresse für Veranstaltungen – besonders für die ältere Generation. Dieses von der Stadt gemietete Gebäude in Zukunft noch mehr zu nutzen, spielte gestern eine Rolle. Im November wird die Arbeiterwohlfahrt dort ausziehen, und dann kann sich die Volkssolidarität dort noch weiter ausbreiten. Das erfuhren die 66 Stimmberechtigten und die weiteren Gäste bei der gestrigen Kreisdelegiertenversammlung der Volkssolidarität. Die begonnene Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturverein Ludwigslust (Kukululu) sei ein wichtiger Schritt, den alten Forsthof noch bekannter zu machen – etwa durch Ausstellungen und andere künstlerische Veranstaltungen, so die Kreisvorsitzende Renate Karkosch. Sie wurde einmütig in dieses Ehrenamt wiedergewählt, wie übrigens auch die anderen Mitglieder des Kreisvorstandes ohne Gegenstimme blieben.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Ludwigsluster Kreisverband der Volkssolidarität in den letzten Jahren in erheblichen Schwierigkeiten steckte. Der Arbeitsrechtsprozess gegen den ehemaligen Geschäftsführer ist beendet, erfuhren die Delegierten. Bei der rechtlichen Auseinandersetzung wegen der nötigen Asbestsanierung der Kita Neu Kaliß ginge es in eine weitere Runde. Und wegen der Betrugsvorwürfe gegen die ehemalige Pflegedienstleiterin werde noch ermittelt.

Die VS-Landesvorsitzende Petra Billerbeck, die auch stellvertretende Ludwigsluster Bürgermeisterin ist, bekennt ihren Stolz auf die Leistungen des Kreisverbandes. „Er ist gestärkt aus dem tiefen Tal hervorgegangen. Es geht wieder bergauf“, sagt sie. Nächstes Jahr wird das 70-jährige Bestehen der Volkssolidarität gefeiert, und da wollen die Ludwigsluster sich blitzsauber präsentieren. Die erhebliche Verbesserung des wirtschaftlichen Ergebnisses spielt dabei eine große Rolle. Es hat sich um 183 000 Euro gesteigert. Ein wichtiger Schritt zur Finanzsanierung. Der Wirtschaftsprüfer hat dem Verband insgesamt ein positives Ergebnis attestiert.

Wenn Petra Billerbeck für die Volkssolidarität das Synonym „Kirche des Ostens“ ins Spiel bringt, dann ist damit das soziale Engagement in den vielen Dörfern unterstrichen. Viele würden so aufgefangen, die sonst keinen Ansprechpartner mehr hätten. Renate Karkosch nennt Zahlen. Der VS-Kreisverband Ludwigslust hatte im letzten Jahr 2485 Mitglieder, die in 42 Ortsgruppen organisiert sind. Auch wenn die Zahlen beeindruckten, sei doch nicht zu übersehen, dass die Mitgliederzahl um 5,9 Prozent gesunken ist. Überalterung und andere demografische Faktoren sind in diesem Zusammenhang Stichworte. Auch deshalb spielt die Hinwendung zur jüngeren Generation neben dem bewährten Tätigkeitsfeld eine größere Rolle. Am Rande der Veranstaltung ging eine Spendenliste für das VS-Kinderfest herum, das am 6. September gefeiert werden soll. Bei der Kita-Betreuung – die VS betreibt vier Einrichtungen innerhalb des Kreisverbandes – haben die Ludwigsluster als erste im Landesverband ein Qualitätsmanagement eingeführt.

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erstellt am 20.Jun.2014 | 07:00 Uhr

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