Ludwigslust : „Es geht nur mit den Händlern“

Die Umzugsgedanken sind vom Tisch: Der Wochenmarkt soll am Standort Alexandrinenplatz bleiben. Allerdings mit einer neuen attraktiveren Anordnung der Stellplätze.
Die Umzugsgedanken sind vom Tisch: Der Wochenmarkt soll am Standort Alexandrinenplatz bleiben. Allerdings mit einer neuen attraktiveren Anordnung der Stellplätze.

Studie zur Aufwertung des Wochenmarktes mit erster Bestandsaufnahme: keine Atmosphäre, zu enge Wege, kaum Branchenmix

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03. Februar 2018, 08:59 Uhr

Die Umzugsgedanken sind passé: Der Ludwigsluster Wochenmarkt wird nicht in die Breite Straße verlegt, sondern behält seinen Platz vor der Alexandrinenresidenz. Das geht aus einer Studie hervor, die die Cima GmbH, Kompetenzzentrum für Stadtentwicklung aus Lübeck, am Donnerstag erstmals öffentlich präsentierte. Wie Janne Borchers von der Cima dem Ausschuss für Stadtentwicklung berichtete, habe man sich zwischen September und November ausgiebig vor Ort mit Händlern und Besuchern über Stärken, Schwächen und Chancen des Marktes verständigt. Zudem nahmen 281 Menschen an einer Onlinebefragung zur Neuausrichtung des Marktes teil. Das Ergebnis, eine so genannte SWOT-Analyse, soll jetzt Grundlage für die weitere Planung sein. „Leicht wird es nicht“, so Regina Schroeder, Projektleiterin bei der Cima. „Und es funktioniert auch nur, wenn wir die Händler bei der Neugestaltung mitnehmen.“

Schon im März soll es ein erstes Treffen mit den Händlern geben, auf dem man sich zu einer neuen Anordnung der Stellplätze verständigt. Geplant sei, die Stände nicht mehr reihenweise hintereinander in Richtung Straße zu platzieren, sondern in einem Karree zueinander gewandt auf der Fläche vor der Seniorenresidenz. „Zurzeit gibt es kein überschaubares und wirklich einladendes System auf dem Markt“, so Janne Borchers während ihrer Präsentation. Die lieblose Anordnung der Stellplätze, die engen verstellten Wege und der fehlende Branchenmix ließen keine echte Marktatmosphäre aufkommen. Diskutierte werden müssten auch Öffnungszeiten, Marketingstrategien und die Chancen, neue Händler zu gewinnen.

Die Situation auf dem Wochenmarkt beschäftigt die Stadtvertreter seit Jahren. Nach dem Antrag der SPD im April, den Wochenmarkt zu verlegen, hatten sich die Fraktionsvorsitzenden vor Ort unter Händlern und Besuchern umgehört. „Da wurde schon deutlich, dass niemand den Standort wirklich verlassen will“, so Melitta Roock (Die Linke). Das Ergebnis der Cima-Studie überraschte von daher gestern niemanden im Ausschuss. Interessant aber sind die Anregungen, so die Fraktionsvorsitzende der Linken. „Vielleicht machen ja wirklich mehrere oder andere Markttage, wie zum Beispiel der Sonnabend, mehr Sinn.“

Bürgermeister Reinhard Mach spricht bei der Neugestaltung des Wochenmarktes von einem „Prozess, den man nur Schritt für Schritt“ vollziehen könne. Ein erster wichtiger sei der Workshop mit den Händlern im März. Läuft das Treffen erfolgreich, dann könnte sich der Markt schon im April zumindest optisch ganz neu präsentieren.

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