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Ludwigsluster Tageblatt

18. Dezember 2017 | 23:12 Uhr

Ludwigslust : Es brennt schon Licht...

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Weil Entscheidung zu Neubau der Stein-Schule ausbleibt, bauen Eltern und Schüler nun selbst – einen Leuchtturm

von
erstellt am 19.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Neubau oder nicht? Die zum Jahresende zugesicherte Entscheidung über die Zukunft der Edith-Stein-Schule ist ausgeblieben. Eltern und Schüler wollen nun nicht mehr länger warten. Seit gestern bauen sie selbst. Auf dem bereits gekauften Bauland für die neue Edith-Stein-Schule in der Naumann-Allee stapeln sie mit Radladern Strohballen zu einem Leuchtturm aufeinander. „Gute Schule leuchtet weiter“ ist die Botschaft des symbolischen Bauwerks. „Eine öffentliche Diskussion und maximale Transparenz ist das Einzige, was jetzt Sinn macht“, sagt Martin Maurer, dessen Sohn die Edith-Stein-Schule besucht. Nachdem das Erzbistum Hamburg aus finanziellen Gründen den geplanten Neubau in der Naumann-Allee vorerst zurückgestellt hatte (SVZ berichtete), engagiert sich jetzt eine Elterninitiative für den Bau. „Wir alle werden das Gefühl nicht los, dass man die Schule aushungern lassen will“, sagt Martin Maurer. „Dagegen wollen wir etwas tun. Nicht zaudern. Nicht jammern. Einfach machen.“

So wie gestern Abend, als sich mehr als hundert Unterstützer auf dem Baugrundstück versammelten. Schüler umspannten die aufgestapelten Strohballen mit blau-weißer Folie, Eltern hievten Haube und Strahler auf den Turm, verteilten Flyer und bunte Edding-Stifte für farbenfrohe Handabdrücke auf dem Sockel. „Wenn wir uns hier verewigen, zeigen wir, wie wichtig uns die positive Entscheidung des Bistums für unsere Schule ist“, sagt Christiane Warnk von der Elterninitiative. Immer noch glaube man fest an den Schulneubau auf diesem Grundstück.

Nach SVZ-Informationen sollen heute das Generalvikariat und der Schulträger, die Bernostiftung, tagen, um eine Entscheidungsvorlage zu erarbeiten. Wie auch immer die Entscheidung ausfällt – die Elterninitiative wird für den Schulneubau kämpfen. „Wir spüren ganz viel Rückendeckung und Sympathie in der Region“, sagt Martin Maurer. „Dieser Geist motiviert uns.“ So wird es von nun an regelmäßig öffentliche Treffen zur Zukunft der Schule geben. Wer helfen will, kann dies auch mit Spenden im Internet ganz konkret unter www.schulengel.de.

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