Ludwigslust : Erster Winter im neuen Unimog

Er ist der Hauptfahrer des funkelnagelneuen Fahrzeugs: der 23-jährige Straßenwärter Peter Albrecht.  Fotos: Kathrin Neumann
Er ist der Hauptfahrer des funkelnagelneuen Fahrzeugs: der 23-jährige Straßenwärter Peter Albrecht. Fotos: Kathrin Neumann

23-jähriger Straßenwärter übernimmt in Dienst gestelltes Fahrzeug / Kreisstraßenmeisterei Ludwigslust für 270 Kilometer zuständig

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29. November 2014, 07:00 Uhr

Große Verantwortung für einen der jüngsten Mitarbeiter: Die Kreisstraßenmeisterei Ludwigslust hat einen neuen Unimog in Dienst gestellt und die Schlüssel des Fahrzeugs direkt an Peter Albrecht übergeben. Der 23-Jährige wird Stammfahrer des Mehrzweckgeräteträgers U 423.

Peter Albrecht hat erst vor gut einem Jahr seine Ausbildung zum Straßenwärter beendet. „Ich war schon ein bisschen überrascht, dass ich in meiner ersten Winterdienstsaison gleich so ein neues, teures Fahrzeug fahren sollte“, gesteht der junge Mann. „Angst vor der Verantwortung habe ich nicht, aber Respekt vor dem Winterdienst.“ Schließlich seien er und seine Kollegen diejenigen, die über die Straßen fahren müssen, wenn sie noch glatt oder schneebedeckt sind.

Ganz zum ersten Mal wird Peter Albrecht allerdings nicht auf einem Streu- oder Räumfahrzeug sitzen. Im vergangenen Winter war er als Drittfahrer auch das eine oder andere Mal im Einsatz – aber auf viel älteren Fahrzeugen. „Der neue Unimog fährt sich viel leichter und über den Bordcomputer kann man sehen, welche Hydraulikkreise angesteuert werden“, schwärmt der 23-Jährige. „Früher lief die Überwachung  nur über Augen und Ohren.“ Und das neue Fahrzeug sei auch viel bequemer, ergänzt Florian Buhmann, Zweitfahrer auf der neuen Allzweckwaffe, an die neben Schneepflug, Schneefräse und Streuer auch Mähwerk und Leitpfostenwaschgerät angebaut werden können. Auch Buhmann gehört zur ganz jungen Garde der Ludwigsluster Kreisstraßenmeisterei. Er ist 22 Jahre jung und seit 2009 dabei. „Warum sollen wir jungen Leuten nicht eine solche Verantwortung übertragen? Wir kennen sie seit Jahren und wissen, wie sie arbeiten“, begründet Uwe Brinker, Leiter der Kreisstraßenmeisterei, die Entscheidung.

Rund 223 000 Euro hat der Landkreis Ludwigslust-Parchim für die Neuanschaffung bezahlt und weitere rund 20 000 Euro für den Schneepflug. „Als Ersatz für ein Fahrzeug, das bereits 21 Jahre im Dienst war und dessen Motor nur der Euro-III-Norm entsprach“, erklärt Bernd Langwasser vom Sachbereich Straßen- und Tiefbau. Der jetzige erfülle die Anforderungen der Euro-VI-Norm. 

Nicht erst seit der Ankunft des neuen Räumautos ist die Kreisstraßenmeisterei Ludwigslust startklar für den Winter. „Die Technik ist durchgeprüft, die Fahrzeuge sind einsatzbereit und beide Silos sind mit insgesamt rund 100 Tonnen Salz gefüllt“, erklärt Uwe Brinker. Möglicherweise werde es schon in der kommenden Woche erste Einsätze geben. „Dann soll laut Wettervorhersage zum Frost Feuchtigkeit hinzukommen.“

In der Regel legen die Ludwigsluster Straßenwärter mit ihren Räum- und Streufahrzeugen morgens um 3 Uhr los. Bis 6 Uhr sollen sie – mit Unterstützung durch zwei Fahrzeuge eines Lohnunternehmers – die 270 Kilometer Kreisstraßen in ihrem Zuständigkeitsbereich abgefahren haben. Bis der erste Winterdienst-Einsatz nötig ist, wird der neue Unimog aber erst einmal als Zugfahrzeug und für Mäharbeiten genutzt.

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