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Ludwigslust : Erster Gig in Lulu für „Soft Mirror“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Auch eine Ludwigsluster Band spielt auf der Head Shaking Night am 23. Dezember in der Stadthalle

von
erstellt am 16.Dez.2014 | 12:01 Uhr

Freitagabend. Lucas Wojatschke steuert den kleinen Transporter durch Matsch und Schlaglöcher zu den Garagen am Wasserturm. Es nieselt. Die Instrumente müssen schnell aus dem Auto ins Trockene. Schlagzeug, Synthesizer, E- und Bassgitarren, Verstärker, Mikrofone, Kabelrollen... Lucas kommt gerade aus Lüneburg. Er studiert dort Kulturwissenschaften. Einige Tage zuvor hatten er und seine Freunde an der Uni im Klub „AsTA-Wohnzimmer“ vor sechzig Zuschauern einen Auftritt. Es war erst das zweite Konzert ihrer Band „Soft Mirror“. Soft Mirror - das sind Dennis Abraham (Geomatikstudent, 24) an der Gitarre, Lucas (20) am Schlagzeug, Fabian Kruse (19, studiert Wirtschaftschemie) am Bass, Sänger Felix Keiler (23, freischaffender Künstler) und Michael Steinmüller (23, Krankenpfleger im Stift Bethlehem) am Synthesizer. Die Fünf kennen sich schon seit der Schulzeit. Damals hatte jeder in anderen Bands gespielt. Seit zwei Jahren spielen sie zusammen. Felix erinnert sich noch an die erste Voicemail, die er seinen Freunden aufs Handy geschickt hat. „Mit einer Idee für unseren ersten eigenen Song.“ Meist ist er es, der in der Woche zuhause Musik aufnimmt, sie an seine Freunde sendet, damit sie die Lieder später gemeinsam einspielen und proben können. „Jeder schleppt dann am Freitag seine Ideen für Texte oder Melodien mit her“, sagt Felix. „Und dann entsteht hier ’was Gemeinsames.“ Manchmal geht das ganz schnell, manchmal dauert es Stunden, Tage oder Wochen. Für ihren Song „Moonlight Youth“ haben die Fünf sogar ein eigenes Video gedreht und auf Youtube eingestellt. „In der Band“, sagt Felix, „können wir uns musikalisch richtig ausleben.“ Der Anspruch an die eigene Musik sei noch nie so hoch gewesen. „Gäbe es unsere Band nicht, wüsste ich gar nicht, was ich am Wochenende machen sollte“, sagt Lucas. „Die Proben sind so was wie ein Alltagsventil.“

Diesen Freitag proben die Jungs für die Head Shaking Night am 23. Dezember in der Stadthalle. Die Set-List mit der Reihenfolge ihrer Lieder klebt an der Garagenwand. Dennis hat von zuhause Tassen und Kaffee mitgebracht. Der Abend wird lang. Bevor Felix das erste Lied singt, stöpselt er die Mikros an, Dennis testet die Anlage. „Eins, zwei, drei...“ Dann schlägt Lucas die ersten Takte und der Boden beginnt zu beben. Vier Stunden werden die Jungs proben. Vor ihnen liegt das größte Konzert ihrer noch jungen Bandgeschichte. Neben Bands aus Rostock und Berlin sind sie die einzigen aus der Region. Aufgeregt? „Nein, das sind wir nicht“, sagt Felix. „Wir haben einfach nur Spaß auf der Bühne und die Zuschauer hoffentlich auch.“

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