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Ludwigsluster Tageblatt

20. Oktober 2017 | 07:01 Uhr

Abwasser : Erster Anschlussbescheid in Wöbbelin

vom

Während die Gemeindevertretung weiterhin mit dem zentralen Anschluss an das Abwassernetz hadert, schafft der Zweckverband ZkWAL Ludwigslust Tatsachen. Der erste Abschnitt des öffentlichen Kanalnetzes ist fertig.

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erstellt am 23.Dez.2011 | 04:50 Uhr

wöbbelin/werle | Während die Wöbbeliner Gemeindevertretung weiterhin mit dem zentralen Anschluss an das Abwassernetz hadert, schafft der Zweckverband ZkWAL Ludwigslust Tatsachen. Der erste Abschnitt des öffentlichen Kanalnetzes ist fertig. Stefan Lange, Geschäftsführer des Zweckverbandes, übergab den ersten Anschlussbescheid an den Wöbbeliner Grundstückseigentümer Harmen Palsma. Der zeigte sich hocherfreut: "Um den zentralen Anschluss haben wir lange gekämpft. Jetzt können wir sogar unangemeldeten Besuch empfangen", schmunzelt Palsma mit Blick auf die sanitäre Situation auf seinem Grundstück mit der bis dato manchmal wöchentlich abzufahrenden Abwasserfracht. Auch die übrigen Wöbbeliner Grundstückseigentümer, die in dem sanierten Teil des Dorfes wohnen, werden zwischen Weihnachten und Neujahr ihre Anschlussbescheide bekommen. Sie haben dann sechs Wochen Zeit, ihre Grundstücke an das öffentliche Abwassernetz anzuschließen. Die bauausführende Firma hat bereits einige Aufträge erhalten. Im kommenden Jahr gehen die Kanalbauarbeiten entlang der Bundesstraße in Richtung Schwerin weiter, einschließlich der dort liegenden kleineren Parallelstraßen.

Die Goldberger Firma Sturm und Neumann hatte für den 2011er Bauabschnitt vom Zweckverband den Zuschlag erhalten. Deren Geschäftsführer Klaus Rieck nennt Zahlen: Wegen des hohen Grundwasserstandes musste dieses zeitweise über 1,5 Kilometer abtransportiert werden. Ein Kilometer Schmutzwasserkanal haben die Männer der Firma verlegt, zwei Pumpwerke für die Überleitung ins Klärwerk Neustadt-Glewe fertig gestellt. Zwei Straßen sind wiederhergestellt worden. Parallel dazu erfolgte auch die Sanierung des Trinkwassernetzes, wobei 380 Meter Leitung erneuert wurden. Bei 27 Grundstücken haben die Männer Gestänge gesetzt, so dass im Havariefall jedes einzelne Grundstück vom Netz genommen werden kann. Acht Hausanschlüsse wurden neu verlegt. Schließlich brachte die Firma für den regionalen Energieversorger 700 Meter Kabel in die Erde.

Auch in Werle war am Freitag Kanalnetzübergabe. 74 Haushalte sind ans Abwassernetz angeschlossen, informierte Planer Michael Grohn. "Wegen der geologischen Situation ist eine Versickerung nicht möglich, so dass nur ein zentraler Anschluss in Frage kommt", so Bürgermeister Günter Klink. Mit der Überleitung der Abwasserfracht aus Werle ins verbandseigene Klärwerk nach Zierzow ist letzteres zu 100 Prozent ausgelastet. Eine Million Euro stecken in dem Werler Projekt. Im kommenden Jahr will der ZkWAL noch einmal acht Millionen Euro investieren und damit das Gros seiner Vorhaben abschließen.

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